Volk protestiert gegen Korruption

Die Regierung wollte den Kampf gegen Korruption erschweren - hunderttausende gingen in Rumänien dagegen auf die Straße. Erfolgreich, wie sich jetzt zeigt.

Hunderttausende haben seit Tagen in Rumänien protestiert, jetzt lenkt die Regierung ein: Am Abend verkündete sie in der Hauptstadt Bukarest, eine umstrittene Verordnung, die den Kampf gegen Korruption erschwert hätte, zurückzunehmen. Das Papier sah vor, künftig nur noch Fälle ab einer Schadens-Summe von umgerechnet 45.000 Euro zu verfolgen. Alles, was bis zu dieser Marke geflossen wäre, hätte niemand mehr verfolgt. Viele Politiker hätten davon profitiert. Das brachte die Bürger im ganzen Land aber dermaßen auf, dass die auf die Straßen gingen. Die Regierung gab jetzt nach: Heute will das Kabinett des EU-Mitglieds-Landes in einer Dringlichkeitssitzung die Verordnung offiziell aufheben - die Demonstranten bleiben aber misstrauisch.

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