Kreise: Opel-Mutter PSA und Fiat Chrysler wollen Fusion ankündigen

Die Opel-Mutter PSA und Fiat Chrysler (FCA) wollen nach Informationen aus Industriekreisen ihre Fusion bald offiziell ankündigen.

Damit würden wochenlange Verhandlungen abgeschlossen, hieß es in Italien. Offizielle Mitteilungen der Unternehmen über den erwarteten Schritt gab es nicht.

Wie die französische Nachrichtenagentur AFP am Abend unter Berufung auf eine eigene Quelle berichtete, billigte der Aufsichtsrat des Peugeot-Herstellers PSA am Dienstag die Fusionsvereinbarung mit FCA. Der französische Staat, der Anteilseigner bei PSA ist, hatte bereits zuvor signalisiert, dass er die Schaffung einen neuen Spitzenreiters in der Branche unterstützt. 

Der Zusammenschluss müsste nach der offiziellen Ankündigung noch von den zuständigen Wettbewerbsbehörden gebilligt werden. Die Unternehmen hatten sich Ende Oktober auf offizielle Fusionsgespräche verständigt. Sie wollen den viertgrößten Autohersteller der Welt bilden.

Der neue Konzern nimmt sich nach früheren Angaben vor, 8,7 Millionen Fahrzeuge pro Jahr abzusetzen. Nur noch Volkswagen, Toyota und der französisch-japanische Renault-Nissan-Verbund wären größer als der neue Auto-Gigant. Geplant ist eine «unter Gleichen». PSA-Chef Carlos Tavares wird demnach Vorstandsvorsitzender. Der FCA-Verwaltungsratsvorsitzende John Elkann übernimmt diese Rolle auch in dem neuen Unternehmen.

 

(Quelle: dpa)

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