Versehentlich Flüchtlingslager in Nigeria bombardiert

Die nigerianische Armee hat nach Informationen der Hilfsorganisation "Ärzte ohne Grenzen" versehentlich ein Flüchtlingslager im eigenen Land bombardiert. In dem Ort Rann sollen mindestens 50 Menschen ums Leben gekommen sein, 120 weitere seien verletzt worden, heißt es. 

Der Luftangriff sollte eigentlich eine Versammlung der islamistischen Terrororganisation Boko Haram treffen. Immer wieder verüben die Terroristen Anschläge in diesem Teil des Landes. In den vergangenen Jahren sollen dabei mindestens 14.000 Menschen ums Leben gekommen sein. Mehr als 2 Millionen Menschen in der Region sind bereits vor dem Terror geflohen. Getroffen hat der Luftangriff allerdings ein Flüchtlingslager. Auch Mitarbeiter des Roten Kreuzes und der Hilfsorganisation "Ärzte ohne Grenzen" sollen unter den Opfern sein.

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