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Spiegel rechtfertig umstrittenen Urlaub nach Flutkatastrophe

Bundesfamilienministerin Anne Spiegel hat ihren vierwöchigen Familienurlaub nach der Flutkatastrophe als Fehler bezeichnet und sich dafür entschuldigt.

Sie begründete ihre damalige Entscheidung als Ministerin für Familie und Umwelt in Rheinland-Pfalz in einem denkwürdigen Auftritt unter anderem mit dem Gesundheitszustand ihres Mannes, der im März 2019 einen Schlaganfall erlitten hatte. «Das war ein Fehler, dass wir so lange in Urlaub gefahren sind und ich bitte für diesen Fehler um Entschuldigung.»

Als weitere Begründung gab die Ministerin an, dass Corona für ihre Familie «eine wahnsinnige Herausforderung» gewesen sei. Die Pandemie habe ihre vier Kinder im Kita- und Grundschulalter «ganz klar mit Spuren versehen».

Zudem gestand sie ein, während ihres Urlaubs nicht an Kabinettssitzungen zur Flutkatastrophe teilgenommen zu haben, sie sei aber stets informiert und erreichbar gewesen.

Zu Rücktrittsforderungen aus der Opposition äußerte Spiegel sich nicht. Die Heute kommt der Bundesvorstand der Grünen im schleswig-holsteinischen Husum zu einer Klausurtagung zusammen.

«Bild» berichtete, dass es am Sonntag eine Krisensitzung mit den Grünen-Ministern Robert Habeck, Annalena Baerbock, und den Partei- und Fraktionsvorsitzenden gegeben habe. Dabei sei Spiegel der Rücktritt nahegelegt worden, sie habe aber darum gebeten, noch eine Chance zu bekommen, berichtete Blatt.

CDU-Chef Merz hatte Bundeskanzler Scholz bereits aufgefordert, Spiegel zu entlassen.

Quelle: dpa

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