Preiserhöhung bei DHL-Paketen zum Jahreswechsel

Wer ab Januar Pakete mit DHL versenden will, muss etwas tiefer in die Tasche greifen als bisher.

Im Schnitt drei Prozent teurer

Erstmals seit drei Jahren dreht die Deutsche Post DHL beim Paketversand für Privatkunden an der Preisschraube. Laut Informationen der Deutschen Presse-Agentur, steigen zum 1. Januar 2020 die Paketpreise im Schnitt um drei Prozent. Das habe der Bonner Konzern am Dienstag mitgeteilt.

Der Prozentwert ist mengengewichtet - würde man alle unterschiedlich großen Pakete eines Jahres zusammenwerfen, würde ihr Versand drei Prozent teurer.

Bei den unterschiedlichen Arten fällt die Anhebung also verschieden aus: Ein bis zu zwei Kilogramm schweres, mittelgroßes Päckchen kostet zum Beispiel in der Filiale für den Inlandsversand künftig 4,79 Euro statt bisher 4,50 Euro. Der Versand eines 10-Kilo-Pakets verteuert sich um einen Euro auf 10,49 Euro.

 



 

Gestiegene Personal- und Transportkosten

Zuletzt hatte das Unternehmen 2017 die Paketpreise angehoben, für einige Sendungsarten liegt die Preiserhöhung sogar noch länger zurück.

Das Unternehmen begründete die Maßnahme mit gestiegenen Personal- und Transportkosten. Um den Personalaufwand bei der Annahme zu verringern, unterscheidet die Post weiterhin zwischen dem Filialpreis und dem Onlinepreis. Wer seine Sendung im Internet selbst frankiert und dann nur noch abgibt, zahlt deutlich weniger. Das mittelgroße Zwei-Kilo-Päckchen ist online beispielsweise 30 Cent billiger.

Als einzige Sendungsart unbetroffen von der Anhebung ist das Päckchen S, das bis zu zwei Kilo schwer sein darf und relativ klein sein muss: Dieses kostet weiterhin 3,79 Euro - egal ob in der Filiale oder online.

 

Die Preisanhebung kommt nicht überraschend

Wettbewerber hatten bereits in diesem Jahr ihre Privatkundenpreise angehoben, etwa Hermes. Zudem sind sowohl bei der Deutschen Post als auch bei deren Konkurrenten die Preise für Geschäftskunden - vor allem Online-Händler - gestiegen. Diese Firmen wiederum dürften die höheren Kosten größtenteils an die Privatkunden weitergereicht haben.

Die Paketbranche hat dank des Online-Booms kräftige Wachstumsjahre hinter sich, die sich noch lange fortsetzen dürften. Allerdings müssen die Unternehmen auch höhere Personalkosten schultern, zudem erfordern staatliche Klimaschutz-Auflagen hohe Investitionen in einen modernen Fuhrpark.

 

Quelle: dpa

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