Bundesrat beschließt schärfere Bußgelder für Verkehrssünder

Der Bundesrat hat den neuen Bußgeldkatalog beschlossen. Damit werden Verkehrsverstöße deutlich teurer. Außerdem hat die Länderkammer eine Erhöhung der Hartz-IV-Sätze durchgewunken.

Bis zu 55 Euro für Falschparken

In seiner ersten Sitzung nach der Bundestagswahl hat der Bundesrat mehrere Gesetzesänderungen auf den Weg gebracht. 
Für Raser und Falschparker wird es teurer. Wer sein Auto im Halteverbot abstellt, muss mit Knöllchen von bis zu 55 Euro statt bisher 15 Euro rechnen. Wer innerorts 16 oder 20 Stundenkilometer zu schnell fährt und geblitzt wird, zahlt statt 35 bald 70 Euro. Wer eine amtlich gekennzeichnete Feuerwehrzufahrt zuparkt, muss mit 100 Euro Bußgeld rechnen. Damit und mit weiteren Verschärfungen soll die Verkehrssicherheit erhöht werden um Radfahrer sowie Fußgänger besser zu schützen. 
 
 

Höhere Hartz-IV-Sätze

Wer Hartz-IV bezieht, bekommt ab dem kommenden Jahr drei Euro mehr im Monat. Damit steigt der monatliche
Regelsatz für alleinstehende Erwachsene auf 449 Euro. Partnerinnen, Partner und Ehegatten bekommen 404 Euro, Kinder zwischen 14 und 17 Jahren 376 Euro. Auch die Sätze für 6- bis 13-Jährige und für 0- bis 5-Jährige steigen leicht. Für 18- bis 24-Jährige im Elternhaus und Volljährige in Einrichtungen steigt der Satz von 357 auf 360 Euro. Das Deutsche Kinderhilfswerk kritisierte mit der «kümmerlichen Regelsatzerhöhung für Kinder» könne die Kinderarmut in Deutschland nicht gesenkt werden.
 
Außerdem bestimmte der Bundesrat am Freitag einen neuen Präsidenten: Zum ersten Mal wird ab November ein
Politiker der Linken den Vorsitz übernehmen. Der Bundesrat wählte am Freitag einstimmig den Ministerpräsidenten von Thüringen, Bodo Ramelow. 
 
Quelle: dpa