Altenpflegekräfte häufig in Teilzeit und weiblich

Der Pflegeberuf ist durch die Corona-Pandemie besonders in den Mittelpunkt gerückt. Von den 954.000 Pflege- und Betreuungskräften, die 2019 in Pflegeheimen oder ambulanten Pflege und Betreuungsdiensten tätig waren, arbeiten 65 Prozent, das sind 616.000 in Teilzeit. Dabei sind 85 Prozent des Pflegepersonals weiblich. Dies teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit.

Hoher Frauenanteil in Pflegeberufen

Besonders die sogenannten „Care-Berufe“ im Bereich Gesundheit, Soziales und Erziehung, sind durch einen hohen Frauenanteil geprägt. Laut Statistischem Bundesamt sind 85 Prozent des Pflege- und Betreuungspersonals in Heimen und im ambulanten Dienst weiblich. Die hohe Teilzeitquote ist teilweise durch den hohen Frauenanteil erklärbar. 68 Prozent der Frauen in der Altenpflege arbeiteten zuletzt in Teilzeit. Auch bei Männern ist die Teilzeitquote mit 44 Prozent überdurchschnittlich hoch.
 

Teilzeitquote in der Gesamtwirtschaft

Betrachtet man die Teilzeitquote der Erwerbstätigen über alle Wirtschaftsbereiche hinweg, so lag diese im Jahr 2019 bei 29 Prozent. Bei Frauen betrug sie 48 Prozent und bei Männern 12 Prozent.
 

Alter spielt bei der Belastung im Beruf eine Rolle

39 Prozent der Altenpflegekräfte sind 50 Jahre und älter. Die Altersgruppe der 50- bis unter 60- Jährigen stellen mit 28 Prozent den größten Anteil des Pflegepersonals dar. Ungefähr 11 Prozent war zudem 60 Jahre und älter. Lediglich 2 Prozent des Personals war jünger als 20 Jahre.
 

Steigender Bedarf in der Pflege und Betreuung

Durch die alternde Gesellschaft, nimmt auch der Bedarf an Pflegepersonal in der Altenpflege zu. Seit 2009 ist bis 2019 ein Anstieg von 40 Prozent zu verzeichnen. Von 679.000 auf 954.000 ambulanten und stationären Pflegekräften. Im ambulanten Pflegedienst ist die Zahl der Beschäftigten sogar um 61 Prozent angestiegen. Im stationären Bereich war es ein Zuwachs von 30 Prozent.
 

Mehr Auszubildende sind 30 Jahre oder älter

Die Ausbildungen zur Kranken- und Altenpflege wurden zum neuen Ausbildungsgang „Pflege“ zusammengelegt. Ende 2020 haben insgesamt 53.610 Menschen die Ausbildung begonnen. Dabei sind 11 Prozent zwischen 30 und 39 Jahre alt und 6 Prozent waren 40 Jahre oder sogar älter.

 

Quelle: Statistisches Bundesamt

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