Prozess um Bluttat von Idar-Oberstein

Ein halbes Jahr nach dem tödlichen Schuss auf einen jungen Tankstellenkassierer in Idar-Oberstein beginnt heute Morgen der Prozess um den Fall.

Vor dem Bad Kreuznacher Landgericht ist ein 50jähriger angeklagt, der im Streit um die Maskenpflicht zur Waffe gegriffen haben soll.

Die Tat hatte bundesweit für Entsetzen gesorgt.

Nach den Ermittlungen hatte der Angeklagte am 18. September an der Tankstelle ohne Maske Bier kaufen wollen. Er kam zweimal. Beim ersten Mal soll er nach einer Diskussion mit dem Schüler, der als Aushilfe an der Tankstelle jobbte, wieder gegangen sein. Als er zurückkam, trug er den Angaben zufolge zunächst eine Mund-Nasen-Bedeckung, die er dann aber an der Kasse herunterzog. Nach einem Wortwechsel mit dem 20-Jährigen habe der 50-Jährige einen Revolver aus der Hosentasche gezogen und den jungen Mann mit einem Kopfschuss getötet.

Laut Staatsanwaltschaft handelte der Täter «heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen». Der zuvor nicht polizeibekannte Deutsche hat die Tat gestanden. Nach seiner Festnahme soll er gesagt haben, er habe sich seit langem durch die zur Bekämpfung der Corona-Pandemie angeordneten Beschränkungen belastet gefühlt und beschlossen, «ein Zeichen zu setzen», teilte die Anklagebehörde mit.

Quelle: dpa

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