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Mutter gibt Baby Schlafmittel - später ist es tot!

Eine 19 Jahre alte Mutter soll ihrem drei Monate alten Baby Schlafmittel, Antidepressiva und Hustenstiller gegeben haben. Kurz darauf starb das Baby an einer Vergiftung. Wegen Totschlags steht die Mutter nun in Münster vor Gericht.

Schlafmittel gegeben, weil es quengelte

Der schreckliche Vorfall ereignete sich bereits in der Nacht vom 2. September 2017. Vor Gericht sagte die 19-jährige Vanessa A. nun aus, dass ihr drei Monate altes Baby in der Nacht unruhig gewesen sei, weshalb sie ihm ein Schlafmittel gab. Daraufhin sei der kleine Junge eingeschlafen.

Am nächsten Tag habe das Baby gegen 15 Uhr geschrien. Weil seine Mutter dachte es habe Hunger, bereitete sie eine Milchflasche zu. Als sie jedoch zu dem kleinen Dustin ging, schlief er. 90 Minuten später war er tot, erklärte die Mutter unter Tränen. Laut Anklage floh sie daraufhin zu ihrem Freund, wie die Bild berichtet. 

 

Menge an Medikamente hätten auch Erwachsenen getötet

Das Schlafmittel, das dem Baby verabreicht wurde, gilt als Ersatzdroge, das nur in ganz geringen Mengen eingenommen werden darf. Die Mutter behauptete, sie habe ihrem Baby nur ganz wenig davon gegeben, doch der Richter erklärte, dass die Menge Schlafmittel, die die Mutter nannte, nicht zu den Ergebnissen der Rechtsmedizin passen würden. Bei dem Baby wurde eine so hohe Menge im Blut festgestellt, dass sogar ein Erwachsener gestorben wäre.

Vanessa A. erklärte daraufhin, sie habe das grob abgemessen und in die Packungsbeilage gesehen. Doch der Richter konterte, dass im Beipackzettel steht, dass die Einnahme bei Kindern nur nach Arzt-Rücksprache erfolgen soll. Bei Säuglingen besteht Atemstillstands-Risiko. Laut Packungsbeilage darf man es erst ab sechs Monaten und sieben Kilo Gewicht verabreichen. Das Verabreichen von Antidepressiva könne sich die Mutter jedoch nicht erklären.

 

Sie habe Fehler gemacht

Laut Verteidiger gebe die Angeklagte zu, dass sie große Fehler gemacht und die Medikamente verwechselt habe. Wichtig sei ihr aber, dass sie ihr Kind geliebt habe und es nicht eiskalt ermorden wollte. Sie verstehe selbst nicht, warum sie nicht Hilfe geholt habe.

Vanessa A. erzählte zum Prozessbeginn, dass sie selbst eine schwere Kindheit hatte. Sie wechselte 17 Mal die Schule, war Opfer von Mobbing, nahm Drogen und hegte Selbstmordgedanken. Die Schwangerschaft war ungewollt. Das Baby war von ihrem Cousin.

Wird die Angeklagte verurteilt drohen ihr nach Jugendstrafrecht bis zu zehn Jahre Jugendhaft.

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