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Landesamt für Umwelt warnt vor Blaualgen

Gefährliche Organismen in der Mosel

Den Moselabschnitt zwischen Traben-Trarbach und Koblenz sollten Badebegeisterte aktuell lieber meiden. Wie das Landesamt für Umwelt mitteilt, haben sich gefährliche Blaualgen in der Mosel extrem vermehrt. Die Organismen können beim Menschen gesundheitliche Beschwerden auslösen.

Bedenkliche Organismen

Die Mosel ist derzeit von unangenehmen Bakterien befallen. Das Landesamt für Umwelt hat deshalb eine Warnung herausgegeben: Zwischen Traben-Trarbach und Koblenz haben sich sogenannte Blaualgen angesiedelt – sogar eine starke Vermehrung konnte bei der letzten Untersuchungen festgestellt werden. Knapp 100 Kilometer der Mosel sind betroffen – die Organismen schimmern grün in Gewässern und riechen meist sehr unangenehm.

Uferbereiche meiden

Unterschätzt werden darf die Belastung auf keinen Fall: Die Algen können dem Menschen und der Umwelt extrem gefährlich werden.

Das Ministerium empfiehlt daher, den direkten Wasserkontakt zu meiden. Vorsichtshalber sollte Abstand von Uferbereichen gehalten werden. Das gelte besonders für Kleinkinder, aber auch Badende und Wassersportler, so Umweltministerin Höfken.

Die Ursache für das Phänomen stellt Forscher derzeit vor ein Rätsel. Klimawandel und Nährstoffbelastung der Mosel könnten eine Rolle spielen. Eine Untersuchung soll nun Licht ins Dunkel bringen.

Was sind Blaualgen überhaupt?

Die Organismen, die eigentlich Cyanobakterien heißen, können in hoher Konzentration toxische Nervengifte bilden. Unter bestimmten Voraussetzungen kann es beim Verschlucken zu Übelkeit, Erbrechen und Atemnot kommen. Bei direktem Kontakt führen Blaualgen zu Hautreizungen und Ausschlägen.

Quelle: RPR1., Landesamt für Umwelt, Umweltbundesamt