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Tornados könnten zukünftig häufiger auftreten

„Gestern Abend hat es Hamburg erwischt. Es wurden gleich mehrere Wolken Gewitterwolken beobachtet die eine sogenannte Trichterwolke gebildet hatten...

Tornado Yt 480
Tornado Yt 480, by rpr1admin

Bild: Ohne Sorg / YouTube

 

Wetterexperte warnt

Tornados könnten zukünftig häufiger auftreten

Die Fußballeuropameisterschaf steht vor der Tür und zahlreiche Open-Air-Events werfen ihre Schatten voraus. Doch die beispiellose Unwetterserie hat Deutschland weiterhin fest in Griff. Nun kam es in Norddeutschland bereits den dritten Tag in Folge zu Tornadosichtungen.

Spuren der Verwüstung in Hamburg

„Gestern Abend hat es Hamburg erwischt. Es wurden gleich mehrere Wolken Gewitterwolken beobachtet die eine sogenannte Trichterwolke gebildet hatten, quasi den möglichen Ansatz zu einem Tornado. An mindestens einer Stelle hat sich dieser Wolkenwirbel dann sogar bis zum Boden fortgesetzt und es war ein waschechter Tornado. Man spricht nämlich erst dann von einem Tornado, wenn sich Erdbodenkontakt ergeben hat. Polizei und Feuerwehr berichten von einer Schneise der Verwüstung. Das ist typisch für einen Tornado. Bei den vielen Bildern gestern Abend aus Hamburg bekam man fast das Gefühl es würde eine deutsche Neuauflage des US-Katastrophenfilms Twister gedreht werden. Allerdings waren diese Bilder alle echt“ erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net.

+++Tornado über Hamburg – Video: Wie geht es weiter? 

 

Tornadogefahr in Deutschland

Und damit es auch dem letzten Leser klar wird: Deutschland ist ein Tornadoland. Wir zählen jährlich rund 40 bis 60 Tornados im Land. Das sind die, die man gesichert nachweisen konnte. Die Dunkelziffer ist sicherlich noch höher. Früher wurde oft der Begriff Windhose genutzt. Er meint das gleiche, klingt aber irgendwie etwas zu harmlos, denn Tornados in Deutschland sind genauso gefährlich die die Tornados in den USA, die wir alle aus dem Fernsehen kennen. Bei einem Tornado besteht Lebensgefahr durch umherfliegende Gegenstände oder dadurch, dass man selbst nach oben gezogen werden kann. Selbst Autos und Kühe sind in den USA schon durch die Luft gewirbelt worden. Das ist eine tödliche Gefahr!

Eine Auswertung für Europa ergab, dass in Deutschland in den vergangenen Jahren am häufigsten Tornados beobachtet wurden. Ob das nun daran liegen, dass die Deutschen einfach besser beobachten und melden als in anderen Staaten, oder ob es wirklich bei uns mehr Tornados gibt als in anderen europäischen Ländern ist unklar.

 

Zahl der Tornados kann zunehmen

In den vergangen Jahren haben wir beobachtet, dass Unwetter in ihren Begleiterscheinungen immer heftiger werden. Die Atmosphäre hat sich in den vergangenen Jahren stetig erwärmt. Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen. Es bilden sich vermehrt unwetterartige Gewitter mit Starkregen. Und bei heftigen Gewittern steigen die Chancen, dass sich Tornados bilden können. „Daher könnte auch die Zahl der Tornados bei uns in den nächsten Jahren stark zunehmen“ warnt Wetterexperte Jung.

Tornados werden nach einer eigenen Skala kategorisiert, je nachdem wie stark die im Tornado auftretenden Windgeschwindigkeiten sind. Bei extrem starken Tornados können das über 500 km/h sein mit einer großen zerstörerischen Wirkung!


Tornado Grafik 480
Tornado Grafik 480, by rpr1admin

Bild: wetter.net

 


Unwetterrisiko geht zurück

Doch es gibt eine gute Nachricht: heute gibt es nochmal südlich des Mains Unwettergefahr, morgen nur noch in Bayern und Baden-Württemberg und ab Freitag ist es dann mit den Gewittern erstmal vorbei.

Und jetzt wieder eine schlechte Nachricht:  ab Samstag wird es zunehmend kühler und auch deutlich wechselhafter. Die nächste Woche bringt besonders dem Westen und Süden jede Menge Regen. Es liegt ein Hauch von Hochwasser in der Luft, denn die Regenmengen im Süden und Südwesten können durchaus erheblich ausfallen. Da ist stellenweise in den Wettermodell von bis zu 150 Liter Niederschlag die Rede und das recht großflächig verteilt. „Statt Hochsommer sieht es eher nach Hochwasser aus“ so Jung weiter.

Quelle: wetter.net

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