Vorsicht! So können andere Deine WhatsApp-Nachrichten lesen

Via WhatsApp Web können andere Deine WhatsApp-Nachrichten problemlos und unbemerkt mitlesen. Wir erklären, wie Du Dich schützen kannst...

Sicherheitslücke „WhatsApp Web“

„WhatsApp Web“ für den Computer offenbart eine große Sicherheitslücke. Eigentlich soll die Funktion lediglich das Chatten über WhatsApp vom PC aus ermöglichen, doch genau dieses Programm kann von Freunden oder Bekannten missbraucht werden und dazu führen, dass Du ausspioniert wirst.

Doch, wie kann das sein?

Möchte man WhatsApp auf dem Desktop nutzen, muss man lediglich im WhatsApp-Menü unter den Einstellungen „WhatsApp Web/Desktop“ den QR-Code-Scanner öffnen. Mit dem PC auf web.whatsapp.com kann dann der Code gescannt werden und fortan mühelos mit dem Computer auf alle seine WhatsApp-Verläufe zugegriffen werden. Genau hier liegt auch das Problem. Jeder, der Dein Handy auch nur für ein paar Sekunden unbemerkt nutzt, kann kinderleicht den Code scannen. Dafür reicht es auch schon aus, nur mal schnell am anderen Ende des Raumes zu sein und das Handy kurz aus den Augen zu lassen.

So schützt Du Dich

Um sich vor Schnüfflern zu schützen, gibt es allerdings einen leichten Trick. Ob bereits von einem Zweitgerät auf Dein WhatsApp zugegriffen wird, kannst Du in den Einstellungen bei WhatsApp Web einsehen. Wird dort ein weiteres Gerät aufgeführt, einfach „von allen Computern abmelden“ wählen – und schon wird der Messenger auf allen anderen Geräten beendet und abgemeldet.

Grundsätzlich sollte immer der Passwortschutz für das Display verwendet werden. Dann bleibt geheim, was geheim bleiben soll.

Bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe

Übrigens: Wer Nachrichten von anderen ohne ihr Wissen liest, macht sich grundsätzlich strafbar. Daten nach § 202b StGB unbefugt abfangen, kann eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren nach sich ziehen. Wenn der Schnüffler nach § 202a StGB Daten ausgespäht hat, die nicht für die Person bestimmt und zudem mit einem besonderen Zugang gesichert waren, drohen sogar bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe.

 

Quelle: Techbook

Weitere Themen

Mehr von RPR1.