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Eltern „diagnostizieren“ falsche Krankheit

Baby verhungert wegen Fehlernährung durch Eltern

In dem Glauben ihr Baby vertrage keine Milch und kein Gluten, gaben Eltern aus Belgien ihrem Kind nur veganen Milchersatz aus Reis, Hafer und Quinoa. Das Neugeborene starb an den Folgen der falschen Ernährung.

Kind wog 4,3 Kilo zu wenig

Als die belgischen Eltern ihren sieben Monate alten Sohn in die Klinik brachten, war es zu spät. Das Kind war verhungert und dehydriert, so die Ärzte. Er wog nur noch 4,3 Kilo – das sind vier Kilo weniger, als normal. Wie mehrere belgische Medien berichten, hatten die Erwachsenen ihren Nachwuchs statt mit Babynahrung nur mit Milchersatzprodukten gefüttert. Nach seiner Geburt wurde das Baby von seiner Mutter gestillt, der Säugling vertrug die Nahrung allerdings nicht. Ohne den Rat eines Arztes einzuholen, „diagnostizierten“ die Eltern Gluten- und Laktoseintoleranz.

Weil sich der abgemagerte Säugling in einer Nacht so heftig übergeben hatte, machten sich die Eltern Sorgen und brachten ihn in ein Krankenhaus. Dort konnten die Ärzte nichts mehr für das Kleinkind tun.

Staatsanwalt fordert Gefängnisstrafe

Beide Eltern mussten sich vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft von Dendermonde forderte eine Gefängnisstrafe von 18 Monaten für Mutter und Vater. Das Urteil fiel jedoch deutlich geringer aus. Die Eltern wurden zu Haftstrafen von sechs Monaten auf Bewährung verurteilt. 

Quelle: msn nachrichten, Focus