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Wincent Weiss - Vielleicht irgendwann

„Vielleicht Irgendwann“ ist der Nachfolger von dem Album „Irgendwie Anders“, das 2018 veröffentlicht und mit Gold ausgezeichnet wurde. Inspiriert wurde das neue Album von Wincents ganz persönlichen Erfahrungen in den vergangenen Jahren und vor allen Dingen natürlich auch von dem für die ganze Welt einschneidendem Jahr 2020.
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Bild: UMD/ Vertigo Berlin

 

Wie kanalisiert man als Energiebündel, das die letzten drei Jahre fast ausschließlich mit Vollgas auf der Überholspur unterwegs war, den Zustand, auf einmal nahezu komplett ausgebremst zu sein? Über 25 Shows, die für 2020 geplant waren, aber abgesagt oder nach 2021 verlegt werden mussten, nicht spielen zu können. Mit allen damit zusammenhängenden Konsequenzen für die gesamte Crew und einen selbst. Auf den direkten, so geliebten Kontakt zu den Fans verzichten zu müssen. Euphorie und Glück nicht teilen zu können. Wie geht man emotional damit um, wenn 24 Stunden nicht, wie so oft in den letzten Jahren, eigentlich viel zu kurz sind, sondern sich auf einmal ziehen, wie zäher Kaugummi? Wenn man sich nicht ablenken kann, mit sich alleine ist? Wenn man sich einsam fühlt, verletzlich. Eine ungewohnte Situation, ein neues Gefühl. Vielleicht zu sehr verdrängt in den letzten Jahren. Bei sechs zumeist ausverkauften Tourneen von über einer viertel Million Fans in den letzten drei Jahren. Bei der überwältigenden Sympathie und dem überwältigen Zuspruch.

Alle diese Emotionen und Gedanken hat Wincent Weiss in seinem neuen Album „Vielleicht Irgendwann“ verarbeitet. Als erster Teaser erschien bereits am 03. Januar überraschend die Piano-Version zu „Was habt ihr gedacht“ mit einem sehr persönlichen Video, in dem Wincent seine bisherige Karriere reflektiert. Als weiterer Vorbote auf sein neues Album erschien heute nun der Song „Wie es mal war“.

Wincent Weiss hat sich auf den Prüfstand gestellt. Hat reflektiert, seinen Gefühlen, Gedanken und Erinnerungen den Raum gegeben, den sie lange Zeit nicht hatten. Sich auseinandergesetzt. Mit sich selbst und der Welt um ihn herum. Entstanden sind 15 intime Einblicke in Stimmungen, Themen und letztendlich Seelenzustände. Laut, leise, traurig, glücklich. So offen und ehrlich, so eindringlich und musikalisch vielfältig wie noch nie.

Songs wie „Wer wenn nicht wir“ oder „Die guten Zeiten“ (mit seinem Freund Johannes Oerding) atmen Zuversicht und Lebensfreude. Erinnern daran und fordern dazu auf, die schönen und wertvollen Momente im Augenblick wertzuschätzen. Auf der anderen Seite Songs wie „Wie es mal war“, die ganz ehrlich zeigen, dass das Scheinwerferlicht sich mitunter schwer auf das eigene Gemüt legen kann. Erdrückende Aufmerksamkeit, beklemmende Einsamkeit. Der Verlust von Leichtigkeit, das Infrage stellen von Beziehungen und eigener Beziehungsfähigkeit. Themen wo klar wird, dass es auf essentielle Fragen keine einfachen Antworten geben kann, dass Musik als Therapie an manchen Stellen bei verletzten Seelen nicht ausreicht

Die Songs des neuen Albums sind ein intensives Plädoyer dafür, dass „Vielleicht Irgendwann“ nicht Stillstand oder Resignation bedeuten, sondern Zuversicht und Motivation.

TRACKLIST:

  1. Weit weg
  2. Was die Menschen nicht wissen
  3. Was habt ihr gedacht
  4. Wie es mal war
  5. Jetzt nicht mehr
  6. Wer wenn nicht wir
  7. Wo die Liebe hinfällt
  8. Winter
  9. Nur wegen dir
  10. Die guten Zeiten
  11. Was weisst denn du schon über mich
  12. Wann
  13. Vergiss mich
  14. Wie gemalt 
  15. Vielleicht Irgendwann