Benzinpreise auf Rekordniveau: So kannst du Sprit sparen!

Die Spritpreise haben einen neuen Höchstwert erreicht. Mit über zwei Euro pro Liter sind Benzin und Diesel so teuer wie nie. Wie kann ich jetzt noch meinen Geldbeutel entlasten? Hier haben wir ein paar Sprit-Spar-Tipps für euch zusammengefasst!

Teurer Kraftstoff

Die Benzin- und Dieselpreise preschen gerade deutlich in die Höhe und viele fragen sich, wo wird das noch enden? Seit dem Beginn des Krieges in der Ukraine und dem damit verbundenen Preisanstieg beim Rohöl, ist Tanken in Deutschland so teuer wie nie. Ein möglicher Importstopp für Öl aus Russland hat die Ölpreise zum Wochenbeginn auf den höchsten Stand seit 2008 getrieben. Und eine Entspannung für Autofahrer*innen ist nicht in Sicht. 

Die Kosten fürs Tanken steigen und steigen und dabei ist es für viele Menschen nicht möglich, das Auto einfach stehen zu lassen. Nicht jeder kann auf öffentliche Verkehrsmittel oder gar das Fahrrad umsteigen. Damit das schon jetzt klaffende Loch im Haushaltsbudget nicht noch größer wird, zeigen wir euch hier ein paar Tricks, wie man effektiv Kraftstoff sparen kann. 

 

Nicht warmlaufen lassen!

Beim Anlassen des Motors sollte das Gaspedal nicht schon betätigt werden, bevor man fahrbereit ist. Erst anschnallen, Sitz richtig einstellen, Spiegel prüfen, dann den Motor starten und direkt losfahren. Der Motor sollte nicht erst warmlaufen, das lässt den Spritverbrauch unnötig ansteigen, belastet die Umwelt und erhöht außerdem das Risiko eines Motorschadens.

 

Auf kurze Strecken verzichten

Diesen Tipp kennt wohl jeder und ist auch einer der einfachsten. Wenn möglich, sollten kurze Strecken mit dem Auto vermieden werden. Ist der Motor noch kalt, braucht das Auto am meisten Sprit, denn der Motor muss erst warm werden, um den Kraftstoff optimal zu verbrauchen. Der Verbrauch ist also während des Warmlaufens am größten, denn der Motor braucht in dieser Phase laut ADAC ein fetteres Gemisch (mit höherem Kraftstoffanteil) als bei optimaler Betriebstemperatur. Daher für kurze Strecken lieber aufs Fahrrad oder öffentliche Verkehrsmittel zurückgreifen oder gleich zu Fuß gehen. Muss man mehrere Dinge erledigen, sollten die kurzen Einzelfahrten am besten kombiniert werden, so bleibt der Motor auch während der Stopps warm und das Auto benötigt weniger Sprit.

 

Fahrweise optimieren: Schnell hochschalten

Niedertouriges Fahren war früher oft noch problematisch und konnte zum Verrußen der Fahrzeuge führen, heute schadet es dem Motor keineswegs und spart gleichzeitig Sprit. Der Tipp vom ADAC lautet also, flott beschleunigen und rechtzeitig hoch schalten (bei einer Drehzahl von ca. 2000 U/min) und mit niedrigen Drehzahlen die gewählte Geschwindigkeit beibehalten. Erst wieder zurückschalten, wenn der Motor ruckelt oder brummt. 

Wer zu hochtourig unterwegs ist, der verbraucht mehr Benzin. Fahrtrainer Rainer Kiauka erklärte gegenüber dem "Express" eine einfache Regel, die verdeutlicht wann der nächsthöhere Gang eingelegt werden sollte:

1. Gang – nur zum Anfahren

2. Gang – 20 km/h

3. Gang – 30 km/h

4. Gang – 40 km/h

5. Gang – 50 km/h

„Das sind allerdings Faustregeln, Sicherheit muss immer vorgehen, und da kann es sein, dass man auch mal schneller beschleunigen muss", so Kiauka.

 

Vorausschauend fahren

Statt die Bremse zu benutzen, lieber so lange wie möglich die Motorbremswirkung nutzen. Jedes Bremsen benötigt Energie! Durch einen vorausschauenden Fahrstil kann unnötiges bremsen und anfahren vermieden werden. Das bedeutet auch den Sicherheitsabstand zum Vordermann einhalten, den Straßenverkehr gut beobachten und immer auf der Hut sein vor Fehlern von anderen Autofahrer*innen. Eine möglichst gleichmäßige Bewegung und konstante Geschwindigkeit senkt den Spritverbrauch. Beim Heranrollen an eine rote Ampel daher nicht den Gang rausnehmen. Laut ADAC sind die meisten Autos mit einer Schubabschaltung ausgerüstet, die die Kraftstoffzufuhr im Schubbetrieb komplett absperrt. Frühzeitig vom Gas gehen und bei eingelegtem Gang rollen lassen, statt abrupt abzubremsen. 

 

Reifendruck prüfen

Nur wer mit optimalem Reifendruck fährt, kann seinen Wagen möglichst effizient über die Straße bewegen und spart dabei noch Kraftstoff. Mithilfe des richtigen Reifendrucks sind bereits Einsparungen von 30 Prozent möglich. Ist der Reifendruck zu niedrig, entsteht ein höherer Rollwiderstand und der Verbrauch des Autos erhöht sich. Der Reifen kann sich dadurch verformen, was zusätzlich Wärme erzeugt und damit Energie, die verloren geht. Der Spritverbrauch steigt. Daher: Regelmäßig Reifendruck prüfen, um unnötigen Mehrverbrauch zu vermeiden. 

 

Die richtigen Reifen wählen

Wer mit den richtigen Reifen unterwegs ist, der kann bis zu 0,5 Liter Kraftstoff je 100 Kilometer sparen, so der ADAC. Man sollte darauf achten, dass die Reifen einen sehr geringen Rollwiderstand haben. Die mögen zwar teurer sein, aber in Bezug auf die Nutzungsdauer lohnt sich die Investition. 

Bei wärmeren Temperaturen (O-bis-O-Regel beachten) sollte man daher auf Sommerreifen wechseln, da hier das Profil flacher und die Reifen schmaler sind. Sie liegen dann nicht so stark auf der Fahrbahn auf, was zu einem geringeren Rollwiderstand führt. Die Reifen brauchen somit weniger Energie, um sich zu drehen. Der positive Effekt: Die Reifen nutzen sich nicht so schnell ab und verbrauchen weniger Kraftstoff. 

 

Zeitpunkt zum Tanken beachten

Zeit ist Geld – das gilt auch beim Tanken. Manche Tankstellen sind abends günstiger, während es im Tagesverlauf starke Preisunterschiede gibt. Laut einer Studie des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) und des ADAC zufolge tankt man am besten zwischen 18 und 19 Uhr sowie zwischen 20 und 22 Uhr, denn dann ist der Sprit am billigsten. In der Nacht werden die Preise meist wieder angehoben und erreichen zwischen 23 Uhr und fünf Uhr früh ihr Höchstniveau. Tankvergleich-Apps können helfen den besten Zeitpunkt zu erwischen. 

 

Wartung der Klimaanlage

Auf die Klimaanlage wollen viele Autofahrer*innen nicht verzichten, sorgt sie doch für angenehme Temperaturen und dafür, dass man bei längeren Fahrten fit bleibt. Sie sorgt aber auch für einen höheren Sprit- und Stromverbrauch im Fahrzeug. Tipp: Die Klimaanlage regelmäßig von einer Fachkraft überprüfen lassen, um zum Beispiel Filter zu reinigen, denn saubere Filter können sich bereits merklich auf den Benzinverbrauch auswirken.

Da der Energiebedarf für elektrische Geräte von der Einsatzdauer abhängt, sollte diese auf ein notweniges Maß reduziert werden. Eine Klimaanlage sollte daher z.B. sinnvoll eingesetzt werden. Dennoch, an der Beleuchtung, am Scheibenwischer oder an der Scheibenheizung sollte man nicht sparen. 

 

Sparsam beladen

Jedes extra Gewicht, das im Auto mitgeführt wird - ob Getränkekisten oder Kleinkram - kostet zusätzlich Kraftstoff. Ursache für diesen Effekt ist laut ADAC die sogenannten Massenträgheit, also der Energieeinsatz, der erforderlich ist, um eine Masse auf eine höhere Geschwindigkeit zu beschleunigen. Tipp: Alles Unnötige aus dem Auto entfernen, was man nicht braucht. 100 Kilo Zusatzlast ergeben bis zu 0,3 Liter Mehrverbrauch. Vor allem Dachträger, Dachboxen oder Fahrradträger erhöhen den Kraftstoffverbrauch. Diese am besten entfernen, sobald man sie nicht mehr benötigt. Denn auch ein unbeladener Heckträger macht das Auto schwerer und erhöht damit den Spritverbrauch.

 

Quelle: ADAC, Allianz direct, T-Online

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