Wie viel Taschengeld für welches Alter?

Damit Kinder schon früh lernen, verantwortungsbewusst mit Geld umzugehen, ist Taschengeld eine wichtige Hilfe. Aber wie viel ist gut und richtig?

Inhalt

Tabelle als Orientierungshilfe

Wöchentlich oder monatlich?

Warum ist Taschengeld hilfreich?

Klare Regeln aufstellen

Taschengeldentzug?

Offener Umgang mit Geld

Taschengeldbuch als Stütze

Sparbuch und Girokonto

 

 

Taschengeldempfehlung mit Orientierungswerten

Gesetzlich sind Eltern natürlich nicht dazu verpflichtet, ihren Kindern ein Taschengeld zu bezahlen. Der Nachwuchs lernt dadurch jedoch den Wert von Dingen besser einzuschätzen. Noch dazu üben Kinder dabei das Rechnen.

Bei den Jugendämtern und beim Deutschen Jugendinstitut (DJI) gibt es eine Taschengeldempfehlung mit Orientierungswerten. Das kann sich natürlich je nach Familiengröße, Einkommensverhältnissen oder dem Entwicklungsstand der Kinder individuell verschieben.

Taschengeldtabelle 2022

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Bild: Screenshot/T-Online

 

Wochenweise oder monatsweise?

Kindergarten- und Grundschulkinder sollten ihr Taschengeld laut Erziehungswissenschaftlern am besten wöchentlich bekommen, weil sie einen ganzen Monat noch nicht überblicken können. Erst im Alter von zehn Jahren sollte man den Modus ändern. So oder so – für Kinder kann es ein enorm befriedigendes Gefühl sein, sich mit dem eigenen Geld ein Eis oder kleine Spielsachen zu kaufen.

 

Warum Taschengeld hilfreich ist

Damit Kinder im späteren Leben besser mit Geld umgehen und sinnvolle Anschaffungen von unnötigen unterscheiden können, kann Taschengeld einen wertvollen Beitrag leisten. Sie lernen, Entscheidungen zu treffen und verantwortungsvoll mit Geld umzugehen. Kinder lernen, Preise zu vergleichen oder nach Sparpotenzialen zu suchen.



 

Klare Regeln zur Verwendung

Kinder sollten größtenteils selbst entscheiden dürfen, was sie sich von ihrem Taschengeld kaufen – auch dann, wenn eine Anschaffung den Eltern nicht wirklich sinnvoll erscheint.  Allerdings sollte es dennoch einen klaren Rahmen geben. So kann man beispielsweise vereinbaren, dass Schulsachen durch die Eltern gekauft werden, das Kind diese aber selbst ersetzen muss, wenn es sie verloren oder mutwillig kaputt gemacht hat.

 

Taschengeldentzug als Bestrafung

Um den Lerneffekt zu bewahren, sollten Eltern immer selbst an die Auszahlung des Taschengeldes denken und nicht vom Kind erinnert werden müssen. Auch sollte das Taschengeld unabhängig von guten oder schlechten Schulnoten gewährt werden, denn Taschengeld ist weder Belohnung noch Bestrafung.

 

Offener Umgang mit Geld

Um ein Gespür für Einnahmen und Ausgaben zu bekommen, ist es für Kinder wichtig, dass Eltern ihnen das im Alltag genauer erklären. Zum Beispiel beim Einkauf im Supermarkt, größeren Anschaffungen für die Familie oder beim Urlaub. So bekommen sie einen Bezug zur Größenordnung von Beträgen.

 



 

Taschengeldbuch als Stütze

Damit das Kind den Überblick über die eigenen Einnahmen und Ausgaben vom Taschengeld behält, kann es eine tolle Hilfe sein, ein Taschengeldbuch zu führen oder Sparziele zu setzen. Dafür einfach ein kleines Notizbuch kaufen oder eine Excel-Tabelle anlegen.

 

Sparbuch und Girokonto für Kinder

Ab acht Jahren ist es empfehlenswert, dass Kinder ein eigenes Sparbuch bekommen. So machen sie ihre ersten Erfahrungen mit der Buchführung und können auf große Sachen sparen. Das macht Kindern nicht nur Spaß, sondern erfüllt sie auch mit Stolz.

 

Quelle: T-Online

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