Deswegen solltest du Zitterspinnen und Weberknechte auf keinen Fall töten

Man findet sie häufig in dunklen Ecken, an Fensterrahmen und hinter Vorhängen: Die Zitterspinne. Oftmals wird das Spinnentier mit einem Weberknecht verwechselt. Doch viele ahnen gar nicht, wie nützlich und hilfreich die kleinen Achtbeiner eigentlich sind.

So kann man die Krabbeltiere unterscheiden

Auf den ersten Blick ähnelt die Zitterspinne einem Weberknecht. Beide besitzen einen kleinen, transparent erscheinenden Körper und lange, dünne Beine – doch im Gegensatz zum Weberknecht besitzt die Zitterspinne Spinndrüsen. Mit diesen webt sie zahllose Fäden und verbindet diese zu einem unstrukturierten Netz.

Aber auch Weberknechte besitzen einige Besonderheiten – so ist der Vorder- und Hinterkörper miteinander verwachsen. Dieses Merkmal unterscheidet sie von Spinnen, denn diese haben immer einen zweigeteilten Körper.

Gut zu wissen: Zitterspinnen leben bevorzugt in Wohnräumen, während man den "Schuster" oder "Schneider" eher in der Natur antreffen kann und dieser sich nur selten in Häuser verirrt.

 

Weberknechte sind die Müllabfuhr der Natur

Oftmals greifen Menschen bei dem Anblick der beiden Arten sofort zum Staubsauger und töten so die kleinen Krabbeltiere – dabei sind sie absolut ungefährlich. Und nicht nur das: Weberknchte ernähren sich etwa von toten Insekten und agieren sozusagen als Müllabfuhr.

Aber auch Zitterspinnen sind nützliche Haushaltshelfer: In ihren Netzen verfangen sich Schädlinge, lästige Stechmücken und andere ungebetene Gäste.

 

Insekten besser nicht töten

"Die Spinnen sind nicht hinter Ihnen her und ziehen es vor, den Menschen zu meiden", schreibt der Insektenkundler Matt Bertone in der "Washington Post". "Töten Sie die Spinne in Ihrem Zuhause nicht. Sie wird Sie aller Wahrscheinlichkeit nach nicht beißen und ist gut für die Umwelt. Es ist okay, Spinnen in seinem Zuhause zu haben. Es ist sogar vollkommen normal."

Wem bei dem Anblick der achtbeinigen Tierchen ein Schauer über den Rücken läuft, sollte möglichst eine andere Person beauftragen, den Krabbler einzufangen und ins Freie zu bringen.

Nicht erschrecken, falls ein Weberknecht bei der Rettungsaktion ein Bein verliert. Es handelt sich dabei nämlich um einen völlig natürlichen Schutzmechanismus. "Viele Weberknechte besitzen an ihren Beinen eine Sollbruchstelle und werfen bei Gefahr schnell mal ein Bein ab, um dadurch einem möglichen Fressfeind zu entkommen", schreibt der Naturschutzbund Deutschland (Nabu).

 

Quellen: Stern, T-Online

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