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Bei der Einkommenssteuererklärung viele Steuern sparen

©Paul Golla/pixelio.de

SO GIBT'S GELD ZURÜCK
TIPPS ZUR STEUERERKLÄRUNG


Ende Mai erwartet das Finanzamt die Abgabe der Einkommensteuererklärung 2011. Zeit, sich an steuersparende Maßnahmen zu erinnern, die neuen Sparmöglichkeiten auszunutzen und sich damit das zuviel gezahlte Geld vom Fiskus zurückzuholen. Laut Daten des Statistischen Bundesamts haben neun von zehn Bürgern, die sich durch den Papierkrieg gekämpft hatten, auch eine Rückzahlung erhalten. Hier die beliebtesten und effektivsten Tipps zur Steuererklärung 2011.

ENTFERNUNGSPAUSCHALE

©Paul Golla/pixelio.de Für jeden Entfernungskilometer zwischen der Wohnung und dem Arbeitsplatz können Arbeitnehmer 30 Cent steuerlich geltend machen, in der Regel für 230 Arbeitstage jährlich. Die Entfernungspauschale gilt auch unabhängig vom gewählten Verkehrsmittel. Arbeitnehmer können sie auch dann beanspruchen, wenn sie sich mit dem Bus, dem Motorrad, dem Fahrrad oder auch in einer Fahrgemeinschaft täglich auf den Weg zum Arbeitsplatz machen.
 

Neu ist: Wer auch andere Arbeitsstellen hat (wie beispielsweise ein Monteure), kann diese Fahrten als Reisekosten (und damit nicht nur die tatsächliche Hin-, sondern auch die Kilometer der Rückfahrt) absetzen. Je nach Dauer der Abwesenheit vom Wohnsitz können auch noch bis zu 24 Euro Verpflegungspauschale pro Tag abgesetzt werden.
 
AUFWAND FÜR DEN JOB

Handy, Schreibtisch, Büromaterial, Fachbücher oder Computer zählen in der Steuererklärung als Arbeitsmittel. Abgesetzt werden können übrigens auch Bücher, die keine reine Fachliteratur sind, aber Allgemeinwissen enthalten. Ein Lehrer kann beispielsweise ein Buch zu 50 Prozent in der Steuererklärung angeben, wenn er dieses zu 50 Prozent für seine Unterrichtsvorbereitung nutzt.

BERUFLICHER UMZUG©Jutta Grashof/pixelio.de

Neu ist in diesem Jahr, dass Berufstätige, die 2011 wegen eines neuen Jobs umzogen sind und deshalb zwei Mieten zahlen mussten, eine Monatsmiete in voller Höhe als Werbungskosten abziehen können.

ZWEITER WOHNSITZ

Nach einem Urteil des Bundesfinanzhofs können jetzt auch Steuerpflichtige, die den Hauptwohnsitz noch bei ihren Eltern haben und am Ort ihres Arbeitsplatzes eine Zweitwohnung unterhalten, die Kosten für die doppelte Haushaltsführung steuerlich absetzen. Dazu zählen auch wöchentliche Heimfahrten, Miete oder Renovierungskosten.

ARZTKOSTEN©JMG/pixelio.de

Steuerpflichtige können Kosten für Kuren, Arztbehandlungen, Medikamente oder medizinische Hilfsmittel, die nicht von der Krankenkasse übernommen werden, absetzen. In diesem Fall als außergewöhnliche Belastungen. Das Finanzamt akzeptiert auch Kosten für Besuchsfahrten zu Angehörigen, die längere Zeit im Krankenhaus untergebracht sind.

KINDER

Eltern dürfen auch die Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge für ihre Kinder als Sonderausgaben absetzen. Das ist auch noch möglich, wenn die Kinder bereits erwachsen sind, sich in der Ausbildung befinden und die Eltern für sie noch Kindergeld oder Kinderfreibeträge erhalten.

ALLEINERZIEHENDE

Für Kinder bis zu 14 Jahren kann ein berufstätiges Elternpaar beziehungsweise ein berufstätiger alleinerziehender Elternteil pro Jahr zwei Drittel der Betreuungskosten im Wert von 6.000 Euro pro Kind als Werbungskosten, Sonderausgaben oder Betriebsausgabe geltend machen.
   

RENOVIERUNGSKOSTEN

Modernisierung auf Staatskosten: 20 Prozent der Lohn¬- und Fahrtkosten gehen direkt von der Einkommensteuer des Auftraggebers ab. Maximal darf jeder Steuerzahler dem Finanzamt jährlich Handwerkerrechnungen in Höhe von insgesamt 6.000 Euro einreichen.

NEBENKOSTEN

Mieter und Wohnungsbesitzer können auch Nebenkosten für ihre Wohnung abrechnen - etwa für Hausreinigung, Wartung und Hausmeister. Unser Tipp: Die Kosten lassen sich in der Regel aus der Nebenkostenabrechnung ersehen.  

OHNE BELEGE

©Alexander Klaus/pixelio.deWenn Sie dem Finanzamt Steuer sparende Kosten präsentieren, sind Sie in der Beweislast, dass diese Kosten tatsächlich angefallen sind. Als Nachweis kommen eigentlich nur Belege in Frage. Doch was tun, wenn Sie die Belege nicht mehr finden und ein Duplikat nicht mehr ausgestellt werden kann? In diesem Fall haben Sie folgende Möglichkeiten, um den Abzug dieser Kosten dennoch zu erreichen:

•    Kontoauszug mit Abbuchung der Kosten einreichen.
•    Eigenbeleg schreiben (Blatt Papier, auf dem die Ausgaben der Höhe nach und dem Grund nach erläutert werden).
•    Zeugen benennen, die die geleisteten Zahlungen belegen können.

HILFREICHE AUSKÜNFTE

Die Finanzbeamten als Gratis-Steuerberater einzustellen, dass geht immer noch nicht. Doch neuerdings können Bürger von den Sachbearbeitern in bestimmten Fällen kleinere Auskünfte kostenfrei verlangen. Wenn Steuerpflichtige vor größeren Investitionen wissen wollen, wie diese sich steuerlich auswirken, können sie den Finanzbeamten um Auskunft bitten. Die so genannte fachliche Einschätzung ist sogar verbindlich.

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