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Ferienjobs - was gilt es zu beachten? – RPR1.

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Ferienjobs - ein Leitfaden

Bild: S. Hofschlaeger  / pixelio.de
Bild: S. Hofschlaeger  / pixelio.de

FERIEN- UND STUDENTENJOBS

WAS SOLLTE MAN BEACHTEN?

Neben den Studenten nutzen auch viele Schüler die Sommerferien, um sich etwas dazu zu verdienen. Was es bei den Minijobs zu beachten gilt und welche Vorteile eine Steuererklärung dabei hat, lesen Sie hier.

Bild: Helene Souza  / pixelio.de
 
In den Sommer- oder Semesterferien nutzen die Schüler und Studenten die Zeit nicht nur für Partyurlaub, Freibad und Faullenzen. Viele nehmen einen Ferienjob an und verdienen sich etwas hinzu. Egal ob Lagerhilfe, Kurierfahrer oder Fließbandarbeiter, das Angebot für Ferien- und Studentenjobs ist breit gefächert.

Laut der aktuellen Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks jobbt jeder dritte Schüler in den Ferien. Bei Stundenten sind es zwei von drei jungen Leuten, die sich mit etwas Geld die Kasse aufbessern, um beispielsweise die Miete für die Studentenbude oder das WG-Zimmer zu bezahlen.

VORTEILE FÜR ARBEITGEBER

Rechtlich gesehen stehen dabei sowohl Studenten als auch Schüler im Arbeitsleben und unterliegen den Selben Rechten und Pflichten wie ein normaler Arbeitnehmer. Dem Arbeitgeber kommen Schüler oder Studenten ebenfalls entgegen, weil sie bereits über die Eltern oder der studentischen Pflegeversicherung krankenversichert sind.

SCHÜLER DÜRFEN ERST AB 13 JAHREN ARBEITEN!

Foto: Uwe Steinbrich  / pixelio.deWenn Studenten während des Semesters nur 20 Stunden in der Woche arbeiten dürfen, fällt diese Regelung in den Semesterferien weg und dürfen in Vollzeit eingesetzt werden. Bei Schülern müssen Arbeitgeber einige Auflagen des Jugendarbeitsschutzgesetzes (JArbSchG) beachten. Beispielsweise dürfen Jugendliche erst nach dem 13. Geburtstag arbeiten und das nur mit schriftlicher Erlaubnis der Eltern.

ARBEITSBEDINGUNGEN FÜR SCHÜLER

Schüler dürfen nur leichten Tätigkeiten nachgehen, die „Sicherheit, Gesundheit, und Entwicklung von Jugendlichen nicht nachteilig beeinflussen“. So schreibt es das Jugendarbeitsschutzgesetz vor. Geeignet wären dafür Zeitungen austragen, Kellnern oder Babysitten. Außerdem dürfen die Jobs den Schulbesuch oder die Ausbildung nicht einschränken. 13- bis 14-jährige dürfen nicht länger als zwei Stunden täglich arbeiten, wohingegen es bei 15- bis 18-jährigen schon acht Stunden sind. Sind die Schüler volljährig, fallen diese Bestimmungen weg.

Foto: Petra Bork  / pixelio.de
 
GEFÄHRDUNG DES KINDERGELDANSPRUCHS

Wenn Schüler einem Ferienjob nachgehen wollen, sollten sie mit ihren Eltern prüfen, ob der Kindergeldanspruch gefährdet wird. Die Höhe des Einkommens spielt seit 2011 dabei keine Rolle mehr, allerdings richtet das nun mehr nach dem Umfang der Arbeit. Es dürfen nicht mehr wie 20 Stunden in der Woche gearbeitet werden. Zwar darf diese Grenze für zwei Monate, z.B. in den Ferien, überschritten werden, jedoch dürfen 20 Wochenstunden im Jahresdurchschnitt nicht überschritten werden.

BIS 400 EURO STEUERFREI

Damit ein Student während des Semesters steuerfrei arbeiten kann, darf er auch mit mehreren Minijobs insgesamt nicht mehr als 400 Euro monatlich verdienen. Beim Finanzamt gibt es Bescheinigungen für eine Lohnsteuerbefreiung, die die Minijobber den Arbeitgebern vorlegen sollten. Ansonsten muss der Arbeitnehmer Lohnsteuer an das Finanzamt abdrücken oder der Arbeitgeber behält diese ein. Steuern müssen aber entrichtet werden, wenn der Minijobber mehr verdient als 8004 Euro. Das ist der derzeitige Grundfreibetrag plus weitere 1000 Euro Arbeitnehmer-Pauschalbetrag.

Die sinnvollste Lösung ist in den meisten Fällen, die Lohnsteuerkarte abzugeben und sich später zuviel bezahlte Lohnsteuer zurückzuholen.

Foto: Dieter Schütz  / pixelio.deRENTENANSPRÜCHE ERWIRBT MAN NICHT

 Bei Minijobs gelten die gleichen Konditionen wie für Nicht-Studenten. Der geringfügig Beschäftigte muss bei der Minijobzentrale der Bundesknappschaft angemeldet werden. Der Arbeitgeber zahlt dort Pauschalbeträge ein, jedoch hat der Minijobber keine Rentenansprüche. Bei einem Verdienst von über 400 Euro monatlich werden Rentenbeiträge fällig. Bis 800 Euro steigen diese stetig an. Studenten, die mehr als diesen Regelsatz verdienen und bei den Eltern versichert sind, müssen selbst eine Krankenversicherung abschließen.

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