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Zu Ostern mal was anderes? Ein Blick über den Tellerrand – RPR1.

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Ostern International

Foto: © Kattebelletje/FlickrZu Ostern mal was Anderes?
Ein Blick über den Tellerrand

Feiertage sind tief mit Traditionen verbunden. Ob dabei der religiöse Hintergrund noch eine Rolle spielt oder man einfach nur mal wieder die ganze Familie sieht: Feiertage sind etwas Besonderes, und da soll auch das Essen besonders sein. Also wird in der Küche gewerkelt und gezaubert für die perfekte Weihnachtsgans oder den rundum gelungenen Osterbraten.

Natürlich ist das nicht nur in Deutschland so: Gerade Ostern hat rund um die Welt eine lange Tradition. Und bei einem Blick über den sprichwörtlichen Tellerrand ist man fast schon versucht, mit den eigenen Ritualen zu brechen - oder zumindest mal international aufzupeppen. Darf's zu Ostern mal was Anderes sein?

Schon bei den Ostereiern kann man anspruchsvoll variieren - und das visuell und geschmacklich! In Fernost sind Tee-Eier zu Ostern sehr beliebt: Sie bestechen durch ein faszinierendes Netzmuster, das sich beim Kochen von selbst ergibt. Dafür muss man die Schale der Eier leicht anschlagen und sie anschließend in einem Sud aus Gewürzen, schwarzem Tee und Sojasauce hart kochen. Eine exotische Geschmacksalternative fürs Osterfrühstück!

Ein anderer simpler Snack kommt aus Ungarn und nennt sich Osterkäse. Käse ist zwar keiner drin, lecker schmeckt's trotzdem. Rein kommen 10 Eier, die man in einem Liter Milch aufkocht - ein bißchen Pfeffer, Salz und Zucker machen die Würze. Sobald das Gemisch dickflüssig gekocht ist, in ein leintuch geben, abbinden, und abtropfen lassen. Wenn das Ganze einen Tag lang im Kühlschrank lag, ist es fest und kann in dünne Scheiben geschnitten werden. Kombiniert mit Weißbrot und geräuchertem Schinken kriegt man eine herzhafte Frühstücks- oder Brunchbeilage.

Natürlich gibt's auch aufwendigere Kleinigkeiten - aber die Mühe lohnt sich! Mit Blätterteig, Aprikosen und Kokosraspeln sowie ein paar üblichen Backzutaten beispielsweise lassen sich für den Mund wie fürs Auge süße Frucht-Dreiecke zaubern. Oder man backt ganz im Sinne der Tradition mal wieder einen Hefezopf!

Auch bei der Hauptspeise darf's gern altmodisch bleiben: Ein würziger Lamm- oder Kaninchenbraten schmeckt immer. Aber auch hier gibt es für alle, die es ein bißchen leichter mögen, leckere Alternativen aus dem Ausland - Italien zum Beispiel. Die Nachbarn aus dem Süden machen ihr Lammgericht beispielsweise mit einer Ummantelung aus Oliven viel luftiger, servieren dazu Zucchini. Man brät dazu Lammfilets von beiden Seiten kurz an, verteilt anschließend die Mischung aus Oliven, kleingehackten Tomaten, Petersilie und Schafskäse über das Fleisch und lässt das Ganze noch im Backofen ziehen. Die frisch gebratenen Zucchinis runden das leichte Ostermahl ab. Oder man lässt die Finger ganz von Landtieren und fischt sich was!

© Ralph Daily/FlickrEin Wolfsbarsch aus der Familie der "Loup de Mer" beispielsweise eignet sich super als Karfreitagsgericht italienischer Tradition. Und furchtbar schwer zuzubereiten ist so einer auch nicht! Den Fisch zu schuppen erfordert noch etwas Übung, ansonsten sind nur kleine Handgriffe gefragt: Innen sowie außen pfeffern und salzen, einen Rosmarinzweig mit in den Bauch legen. Dann ab in den Ofen, Oregano drüber und Olivenöl drüber. Einfacher, aber effektiver Trick fürs Öl: Bereits in einem kleinen Topf erwärmen und mit Knoblauch und Petersilie dünsten, so erhält das Öl eine gute Würze! Wenn der Fisch nach ungefähr einer halben Stunde gut gebacken ist, noch Weißwein drüber träufeln, ein bißchen ziehen lassen, und - voila!

Foto: © Hostile Workplaces/Flickr
Foto: © Hostile Workplaces/Flickr
Für einen ebenfalls mediterranen Abgang empfiehlt sich eine ganz besondere Torte: Torta Pasqualina! Das ist nicht etwa ein Kuchen, sondern eher eine Pastete mit Eiern und Spinat. Dazu verteilt man ein Gemisch aus Blattspinat, Ricotta, Parmesan und verquirlten Eiern auf dem Teig, der wie die meisten aus Wasser, Teig, Mehl und Salz und Öl besteht und mit Salz, Pfeffer sowie Marojan gewürzt wurde. Der Clou: Zusätzlich drückt man auch noch rohe Eier in die Füllung hinein. Hier ist etwas Fingerspitzengefühl gefragt, denn idealerweise bleiben die geschälten Eier ganz! Bevor die Torta in den Backofen kommt, wird auch die Oberseite noch mit Teig verschlossen. Wer es richtig italienisch möchte, isst die Pastete bei gutem Wetter zum traditionellen Osterpicknick.

Letztendlich gilt: Jedem das Seine, jedem wie's ihm schmeckt. Ostern sollen genüssliche Tage sein, und Genuss definiert jeder selbst. Doch andererseits tut auch der Tradition etwas Variation gut! Die hier vorgestellten Gerichte sind natürlich nur eine kleine Auswahl - im Internet findet man viele Ideen und Inspiration für ein abwechslungsreiches Osterfest mit Geschmack!

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