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Bewusstes Bio-Shopping – RPR1.

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Bio: nicht automatisch besser...



BIO- logisch! Oder?

Bio boomt. Immer mehr Deutsche achten bewusst auf Herkunft und Qualität ihrer Lebensmittel - und das nicht nur aus gesundheitlichen, sondern auch ökologischen Beweggründen. Dass Öko-Shopping im Trend liegt, ist sicher gut. Aber wie bei allem gilt: Wenn, dann auch richtig. Was ist tatsächlich fair und nachhaltig? Wo kann der der Konsument tatsächlich einen Unterschied machen?


Eines ist inzwischen bewiesen: Bio-Produkte schmecken nicht per se besser als ihre konfigurierten Pendants aus dem Supermarkt. Zahlreiche Studien belegen, dass oft kein Geschmacksunterschied feststellbar ist; und beispielsweise Bio- genau wie Supermarktfleisch mal mehr, mal weniger aromatisch, zäh oder trocken sein kann. Der Aufpreis für Bio-Produkte lohnt rein gesundheitlich aber trotzdem. Während in herkömmlichen Waren immer wieder Pestizide gefunden werden, sind die Spuren der Schadstoffe nur in seltensten Fällen in Bio-Produkten nachgewiesen worden. Das gilt interessanterweise nicht nur für Obst oder Gemüse, sondern tatsächlich auch für Bio-Milch, Tees oder Gewürzöle. Denn auch bei der Herstellung solcher Produkte liegen große Unterschiede zwischen biologischen und konventionellen Verfahren.

Trotz des gesundheitlichen Vorteils: Amtlich sind die Preisunterschiede natürlich immer noch. Bio ist letztendlich einfach teurer. Ein dicker Geldbeutel ist aber keine zwingende Voraussetzung für gute Ernährung. Es ist durchaus möglich, bewusst und trotzdem billig einzukaufen - wenn man auf einige Dinge achtet...



Saisonal kaufen. Das meiste Obst und Gemüse wächst nicht über das ganze Jahr hinweg. Um das Angebot trotzdem zu wahren, importieren Supermärkte aus dem Ausland. Das verschlingt Ressourcen und treibt den Preis nach oben. Wer auf die Jahreszyklen achtet, spart also eine Menge Geld beim Gemüsehändler.

Beim Erzeuger kaufen. Wer sich sein Essen direkt beim herstellenden Bauer holt, spart die Gebühren für Zwischenhändler.

Auf Vorrat kaufen. Nahrungsmittel wie Kartoffeln, Möhren, und Obst lassen sich gut im Keller lagern. Und wer größere Mengen kauft, erhält oft Rabatt. Warum also nicht einmal einen großen Vorrat anlegen, anstatt jede Woche loszuziehen?

Weniger Fleisch kaufen. Gerade Bio-Fleisch ist teuer. Wer den Fleischkonsum reduziert, tut seiner Gesundheit und seinem Geldbeutel einen Gefallen.

Selbstverständlich sind diese Punkte auch nur eine Orientierungshilfe. Kaum jemand wird bei jedem Einkauf auf alles achten können. Wenn beim Kochen was fehlt, springt man natürlich eher in den  Discounter ein paar Meter weiter. Natürlich sind Lebensmittel mit Bio-Siegel auch da besser als konventionelle Lebensmittel. Doch nur wer beim Biohof kauft, bekommt den höchsten ökologischen Standard garantiert. Denn der wird von Anbauverbänden wie Demeter oder Bioland überprüft. Aber wenn die Kinder quengeln, können's eben auch mal Erdbeeren aus dem Supermarkt sein - davon geht die Welt nicht unter.

Natürlich ist auch die zeit ein entscheidender Faktor: Nicht wenige sind unter der Woche zu eingespannt, um raus auf den Biohof zu fahren. Doch auch für Vielbeschäftigte gibt es bessere Alternativen als einen hektischen Supermarkt-Einkauf nach Feierabend. Viele Online-Stores wie Natur.com oder tagwerk.de haben sich auf den Handel mit ökologischer Ware spezialisiert und liefern direkt an die Haustür - und das am Wunschdatum des Kunden. Sicher fallen hier die Lieferwege zu Lasten, aber wenigstens ist bei diesen Shops der ökologische Standard ebenfalls eingehalten, Zutaten und Hersteller unterliegen strengen Kontrollen. Das ist also weit besser, als sich die konventionellen Nahrungsmittel aus dem Supermarktregal zu schnappen. Und nicht zuletzt auch entspannter.

Bio ist letztendlich also gar nicht so schwer. Außerdem gibt es viele Starthilfen: Das Portal Slowfood.com zum Beispiel, dass allgemeine wie aktuelle Informationen für Verbraucher bereithält und sich für die Bewusstseinsschärfung in Deutschland und dem Rest der Welt einsetzt. Hier ist Beteiligung erwünscht! Denn klar ist auch: Jeder kleine Beitrag ist gut, man sollte sich also nicht entmutigt fühlen, wenn mal das Geld oder die Zeit fehlt. Das Bio-Siegel ist immer ein guter Anfang - und sei es bei einem Supermarktprodukt, denn es garantiert die Einhaltung europaweiter Standards. Beim Gemüsemann an der Ecke einkaufen ist vielleicht teuer, aber fördert regionale Hersteller und nicht zuletzt auch den Einzelhandel. Wer dann auch noch saisonal und direkt beim Hersteller kauft, spart sogar noch was dabei - und gibt sogar nicht unbedingt mehr aus als jemand, der sich nur mit konventionellen Lebensmitteln versorgt.

Und schlussendlich tut Bio auch nicht nur was für Geschmack und Gesundheit: Wer bei biologisch bewussten Herstellern kauft, kann sich darauf verlassen, dass diese auch mehr soziale Verantwortung übernehmen - und Arbeiter fair ausbezahlen. Zudem hat Bio-Landbau eine ökologisch unschlagbare Bilanz. Kein anderes Herstellungsverfahren kann den natürlichen Kreislauf von Boden, Pflanze und Tier so gut fördern.

Erst wenn Bio also über das eigene Wohlbefinden hinausgeht, ist es wirklich "bio". Idealerweise tut Bio nicht nur einem selbst, sondern auch anderen und nicht zuletzt der Umwelt gut - dann ist es ökologisch, sozial, und ethisch wertvoll. Bio? Logisch!

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