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Bild: Shutterstock

Justizirrtümer

"Im Zweifel für den Angeklagten, eigentlich!"

 

Bild: Michael Förtsch / wikimediaDer Fall Gustl Mollath ist nun engültig abgeschlossen und Gustl Mollath ein freier Mann. Fast ein Jahr nach der Entlassung aus der Psychiatrie hat Mollath das Landgericht Regensburg als freier Mann verlassen.

Das Gericht sprach ihn in allen Punkten frei. Zwar sieht es das Gericht als erwiesen an, dass Mollath seine damalige Ehefrau 2001 schwer misshandelt hat, doch zur Tatzeit soll er aus psychischen Gründen schuldunfähig gewesen sein.

Außerdem wurde er in den Anklagepunkten der Freiheitsberaubung und des Zerstechens unzähliger Reifen freigesprochen worden. Ein Tatnachweis sei nicht mehr möglich gewesen.

 

Mollath bekommt zudem eine Entschädigung für seine jahrelange Unterbringung in der Psychiatrie.

Der Fall Mollath kurz und kompakt

2003 wird Gustl Mollath von seiner Frau wegen Körperverletzung angezeigt. Mollath bestreitet die Vorwürfe.

Die Staatsanwaltschaft Nürnberg erhebt Anklage wegen gefährlicher Körperverletzung und Freiheitsberaubung.

Mollath erstattet Anzeige gegen seine Frau, Mitarbeiter der HypoVereinsbank und zeigt zudem 24 Kunden wegen Steuerhinterziehung, Schwarzgeld- und Schmiergeschäften an.

Die Staatsanwaltschaft leht die Anzeigen wegen unkorekter Angaben ab.

Im weiteren Verfahren bescheinigt ein Gutachter Mollath psychische Störungen und paranoiden Symptomen. Zwar wird Mollath vom Gericht wegen mangelnder Schuldfähigkeit freigesprochen, die Unterbringung in einem psychischen Krankenhaus angeordnet, weil er eine Gefahr für die Allgemeinheit darstelle. 2013 wird das Verfahren wieder aufgenommen. Ein Jahr später wird Mollath freigesprochen.

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