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Stadionsicherheit – RPR1.

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Randale im Stadion

Wie sicher sind unsere Stadien?


Randale, Bengalos, Platzstürme. Das Fehlverhalten einiger sogenannter Fans hat sich in den letzten Wochen gehäuft. Es stellt sich die Frage: Wie sicher sind unsere Stadien?


Besonders die Relegationsspiele, also die Spiele bei denen es um Auf- oder Abstieg geht, scheinen im Visier der Chaoten zu sein.
Das 2:2 gegen Jahn Regensburg im Rückspiel der Relegation besiegelt den Abstieg des KSC in die Drittklassigkeit. Kurz danach brechen im Wildparkstadion alle Dämme. Feuerwerkskörper explodieren, der Platz wird gestürmt und es kommt zu tätlichen Angriffen auf die Polizei. In und um das Stadion kommt es zu Ausschreitungen. Traurige Bilanz: 75 Verletzte und 118 vorübergehende Festnahmen.
Nur einen Tag später kommt es auch beim höherklassigen Relegationsspiel zwischen Hertha BSC Berlin und Fortuna Düsseldorf zu Zwischenfällen. Nachdem die Düsseldorfer das 2:1 schießen, fliegen bengalische Feuer aus dem Hertha-Fanblock auf das Spielfeld. Durch die starke Rauchentwicklung muss das Spiel für mehrere Minuten unterbrochen werden. Um die Berliner Fans in Schach zu halten wird daraufhin ein Großteil der anwesenden Polizei und Ordner vor den Berliner Block postiert. Dies ermöglicht den Fortuna Fans, vom vermeintlichen Schlußpfiff und dem damit verbundenen Aufstieg euphorisiert, das Feld noch vor Spielende zu stürmen. Erst nach einer weiteren Spielunterbrechung von 20 Minuten pfeift FIFA-Schiedsrichter Wolfgang Stark das Spiel erneut an, um die letzten 90 Sekunden zu Ende zu bringen.
Gewaltbereite Fans sind vielleicht nicht wirklich mit feiernden Fans zu vergleichen, dennoch muss man sich fragen, wie sicher die Stadien noch sind und was man für eine erhöhte Stadionsicherheit tun kann.


Pyrotechnik - Stimmungsmacher oder Gefahrenquelle?


Eines der Hauptprobleme ist die Pyrotechnik in den Stadien, die sogenannten bengalischen Feuer oder kurz "Bengalos" genannt. Diese Handfackeln, deren Flamme eine Temperatur bis zu 2500 Grad entwickeln kann, können zu erheblichen Verbrennungen führen. Durch die starke Rauchentwicklung kommt es beim Einsatz von bengalischen Feuern auch meistens zu Spielunterbrechungen. Auch andere Arten von Feuerwerkskörpern werden gerne gezündet und sind dabei nicht weniger gefärlich.
Schon lange gibt es die Diskussion ob bengalische Feuer und Feuerwerkskörper zur Fankultur und zur Stimmung im Stadion gehören (eine besonders von den Ultra-Fangruppen vertretene Meinung), oder einfach nur gefährlich und unnötig sind.
Fakt ist, dass Bengalos nach der aktuellen Rechtslage in deutschen Stadien verboten sind. Durch ihre geringe Größe, sowie der knappen Zeit, die die Ordner am Eingang für Kontrollen haben, werden sie jedoch oftmals unbemerkt ins Stadion geschmuggelt.


Gegenmaßnahmen


Die Bundesligasaison ist vorbei, aber die nächste kommt bestimmt und immerhin steht diesen Sommer mit der EM in Polen und der Ukraine ein Fußball-Großereignis an. Was kann man also tun, um die Sicherheit zu verbessern? Eine strengere Überwachung mittels Kameras zum Beispiel. Viele von den modernen deutschen Stadien sind bereits vollkommen videoüberwacht, das Problem ist jedoch, dass gewaltbereite Fans dieses Kontrollmittel durch Vermummung umgehen und dadurch nicht mehr einbdeutig identifizierbar sind.
Ein weiterer Vorschlag wären schärfere Kontrollen im Eingangsbereich und im Stadion selbst. Diese würden jedoch einerseits mit längeren Wartezeiten für die Fans einhergehen oder aber durch zusätzliches Personal die Kosten in die Höhe treiben. Kosten, die früher oder später in Form von Eintrittspreisen auf die Fußballfans umgelenkt werden würden.


Auch die komplette Abschaffung von Stehplätzen in den Stadien wurde bereits angedacht. Ein Schritt, der in England schon vor längerer Zeit getan wurde. Durch die Sitzplätze hätte man eine bessere Übersicht, wer sich wo im Stadion befindet. Eine Abschaffung der Stehplätze würde jedoch wohl einerseits zu einer schlechteren Stimmung im Stadion, andererseits auch zu gestiegenen Eintrittspreisen führen. Die Kosten für den Umbau sowie die daraus folgende geringere Stadionkapazität würde in dieser Form von den Vereinen wohl wieder ausgeglichen werden.


Wie sieht's mit der Sicherheit bei der EM aus?

Bei der EM in Polen und der Ukraine, die am 8. Juni losgeht, soll übrigens ein hohes Aufkommen an Polizei und Ordnern, die teilweise in zivil sein werden für Sicherheit in den Stadien sorgen. Personalisierte Eintrittskarten (wie schon länger bei internationalen Großereignissen dieser Art genutzt), sowie eine komplette Videoüberwachung der Stadien sollen ebenso dafür sorgen, dass die EM ein friedliches Fußballfest bleibt. Es wird sich zeigen, ob die getroffenen Maßnahmen für ein Ereignis dieser Größe ausreichend sind. Polen sowie die Ukraine gelten beide als Länder mit einer großen und dazu äußerst gewaltbereiten Hooliganszene. Schaut man sich die letzten großen internationalen Turniere jedoch an, haben es die großen Verbände UEFA und FIFA in Zusammenarbeit mit den  Gastgeberländern immer geschafft für Sicherheit im Stadion zu sorgen.

Ihr fahrt selbst als Fans zur EM? Hier findet ihr hilfreiche Tipps zum Thema Reisesicherheit während der Europameisterschaft



So oder so werden wohl die wahren Fußballfans unter den Maßnahmen leiden müssen. Ein hoher Preis, über den man sich, wenn es um die Sicherheit eines jeden Einzelnen geht, aber wohl oder übel Gedanken machen muss. Schade, dass es durch das Fehlverhalten einiger weniger, die den sportlichen Gedanken mit Füßen treten,  überhaupt soweit kommen musste.

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