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Jetzt läuft: SKY - SONIQUE

Homosexualität im Profisport

Ein Meilenstein für die Fußballwelt

 

Das Coming Out von Ex-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger ist in aller Munde. Damit ist er der erste prominente Profisportler, der sein Schwulsein so offen thematisiert. "Ich äußere mich zu meiner Homosexualität, weil ich die Diskussion über Homosexualität unter Profisportlern voranbringen möchte", sagt er im Inter- view mit einer großen deutschen Zeitung.

Bild: Stefan Baudy / wikimediaMit seinem offenen und ehrlichen Outing setzt er einen Meilenstein in der Debatte um Homosexualität im Profisport.

Vor allem aber im Bereich Fußball: keine andere Sportart wird so dominiert von Männlichkeit, Stärke und Siegeswillen. Da scheint kein Platz für Homosexualität. Immer wieder wurde Kritik laut, Schwulsein gehöre nicht in dieser Sportart und würde ganz und gar nicht passen.

Mit seiner Ehrlichkeit setzt Hitzlsperger ein Zeichen. Er bringt  Bewegung in die Debatte und wer weiß, vielleicht gelingt es ihm dadurch wirklich, die Fußballwelt für dieses "menschliche" Thema zu sensibilisieren. Es wäre längst an der Zeit.

 

Nach seinem Outing: Kollege Lukas Podolski meldet sich zu Wort.

"Brave and right decision. Respect, Thomas Hitzlsperger. His outing is a important sign in our time."


 

Die traurige Geschichte von Justin Fashanu

Er war der erste Fußballprofi der sich während seiner Fußbalkarriere als homosexuell outete. Was dem englischem Fußballer Justin Fashanu widerfahren ist, wünscht man niemanden. Nachdem sein Trainer Brian Clough Nachforschungen über Justins Privatleben betrieb, begann der Albtraum.

Foto: pixelio.de/Rainer SturmVor seinen Kollegen beschimpfte der Trainer ihn als "verdammte Schwuchtel". Von Seiten der Zuschauer musste Fashanu schon immer rassistische und feindliche Bschimpfungen anhören. Der Höhepunkt kam, als er mit einem privaten Masseur zum Training erschien und der Trainer ihn von der Polizei vom Platz abführen ließ.

Nachdem sich ein Freund von Justin, wegen seiner unterdrückten Homosexualität umbrachte, fasste er den Entschluss sich zu outen. Das Klatschmagazin "Sun" bot ihm dafür 80.000 Pfund, sein Bruder die selbe Summe wenn er es nicht machen würde. Im Oktober 1990 kam dann die Schlagzeilge "I Am Gay!" gefolgt mit zahlreichen Talkshow-Auftritten und Skandalgeschichten in der Presse.

Er siedelte in die USA über, wo er als Jugendtrainer arbeitete. Ein 17-jähriger Junge behauptete, Fashanu hätte ihn im betrunkenen Zustand vergewaltigt. Er tauchte ab und kehrte nach Großbritanien zurück, wo er sich in seiner Garage erhängte, nachdem er hörte er würde per internationalem Haftbefehl gesucht werden. Es wurde jedoch nie ein Haftbefehl ausgestellt.

Um die Sport- und Fußballwelt für das Thema "Homosexualität im Fußball" zu sensibilisieren, veröffentlichte der DFB 2013 eine Broschüre zum Thema Coming Out und gegen Homophobie im Fußball.

Mehr Infos zur Kampagne

 

 

Unterstützung aus dem Social Web

Das Outing von Hitzlsperger verbreitete sich wie ein Lauffeuer in den sozialen Netzwerken:

"Respekt Thomas. Aber schade und traurig, dass diese Nachricht überhaupt so eine Sensation ist."


"Ich gratuliere Thomas #Hitzlsperger dafür, dass er unter den ganzen Männern beim Fußball die größten Eier in der Hose hat!"


"Haben Fußballer nach ihrer aktiven Karriere noch einen Fanclub? Falls ja, möchte ich sofort Vorsitzender von dem von werden!"

 


 

"11 Men Out": Der Film behandelt das Thema eines Coming-Out in der Fußballwelt


 


Tatort - "Mord in der ersten Liga"

Ein Tatort-Fall, der sich rund um das Thema Homosexualität im Profifußball dreht!

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