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Jetzt läuft: La Llave De Mi Corazon - Juan Luis Guerra

Das Outing eines NBA-Stars

Robbie Rogers war gewissermaßen Vorreiter für Basketballer Jason Collins. Der NBA-Profi erklärte im April in einer groß angelegten Titelgeschichte des US-Magazins „Sports Illustrated“:

Foto: sxc.hu/evobrained"Ich bin ein 34 Jahre alter NBA-Center, ich bin schwarz und ich bin schwul“

Welch eine Last es sein muss, zu unterdrücken, wer man eigentlich ist, ist wohl kaum vorstellbar. Collins gestand:

"Ich habe Jahre des Kummers hinter mir und sehr viel auf mich genommen, um diese Lüge zu leben. Ich war mir sicher, dass meine Welt zusammenbricht, wenn es irgendjemand wüsste"

In den US-Profiligen ist Homosexualität schon immer ein Tabuthema gewesen. Vor allem die NBA, die US-amerikanischen Basketball-Liga, ist eine reine Machoveranstaltung. Ein archaisches Terrarium, in dem sich bisher niemand so wirklich traute sich zu outen aus Angst aufgefressen zu werden.

Jason Collins hat sich nun gewagt sein Geheimnis an die Öffentlichkeit zu tragen. Und er erntete dafür vielt Lob und Respekt von allen Seiten. So begrüßte auch NBA-Chef David Stern Collins' Schritt:

"Wir sind stolz, dass er die Führungsrolle bei diesem sehr wichtigen Thema übernimmt."


Homosexualität im Boxsport

Als wahrscheinlich erster Profiboxer bekannte sich der aus Puerto Rico stammende Orlando Cruz zu seiner Homosexualität. Der 31-Jährige verkündete in einer Nachrichtenagentur, er sei ein "stolzer, schwuler Mann" und sehe es als Erleichterung, damit endlich an die Öffentlichkeit zu gehen.

Foto:pixelio.de/Andreas Dengs"Ich habe mich geistig weiterentwickelt, um so einen großen Schritt in meinem Leben und meinem Beruf zu gehen. Ich wusste, es würde Vor- und Nachteile in meinem Sport bedeuten, der so machomäßig ist."

In einer weiteren Mitteilung äußerte Cruz sich:

"Ich will als der Mensch wahrgenommen werden, der ich bin. Ich bin ein Profisportler, der im Ring immer sein Bestes gibt. Ich will, dass die Leute weiter mein Können als Boxer, meinen Charakter, meine Fairness sehen."

Außerdem möchte er den Jugendlichen ein Vorbild sein.

Na klar, dass so ein Outing in der Öffentlichkeit große Aufmerksamkeit erlangt. Vor allem in Zeiten der neuen Medien, können solche Meldungen richtige Shit Storms auslösen.

Doch anscheinend sind die Resonanzen für Cruz recht positiv. Bisher bekam er Respekt für seinen Gang an die Öffentlichkeit und auch seiner Karriere tat das Outing keinen Bruch.

Warum ist heut zu Tage die Homosexualität im Profisport so ein Tabu-Thema, wenn es doch auch positive Geschichten gibt und wir in einer Zeit leben, in der Schwule und Lesben gesellschaftlich komplett anerkannt sein sollten?

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