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Thementag am 11. Dezember Leber-Hirn-Störung – RPR1.

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Thementag am 11. Dezember Leber-Hirn-Störung

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Foto: © Alexander Raths - Fotolia.comKonzentrationsschwäche, Vergesslichkeit und Probleme mit feinen Bewegungen können Anzeichen für eine „Leber-Hirn-Störung“ sein. Eine Erkrankung die genauso häufig wie unbekannt ist. Mediziner sprechen von einer hepatische Enzephalopathie.



Das Fatale: Die ersten Anzeichen sind sehr schwach. Häufig werden sie auf allgemeine Erschöpfung oder andere Krankheit zurückgeführt. Wird sie nicht oder nicht rechtzeitig erkannt und behandelt kann der Betroffenen im schlimmsten Fall ins Koma fallen.



Haben Sie so etwas an sich oder einem Angehörigen beobachtet und ist eine chronische Lebererkrankung bekannt?
Dann können Sie auch direkt zum Selbsttest springen.


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Ursachen und Behandlung

Ursachen
Rund 2,5 Millionen Menschen sind alleine in Deutschland wegen einer chronischen Lebererkrankung in Behandlung. Die Dunkelziffer ist wahrscheinlich höher, da viele sich nicht trauen offen darüber zu reden. Sie fürchten eine Stigmatisierung als Alkoholiker. Dabei ist Alkoholmissbrauch nur eine von ganz vielen verschiedenen Ursachen.

Jeder zweite mit einem chronischen Leberleiden hat gleichzeitig eine Leberzirrhose. Diese Erkrankung führt dazu, dass die Leber eine Ihrer wichtigsten Funktionen nicht mehr erfüllen kann: Das Filtern gefährlicher Giftstoffe aus dem Körper. Besonders dramatisch: Im Darm produzieren Bakterien permanent Ammoniak. Für einen Gesunden ist das kein Problem. Bei einer chronischen Lebererkrankung gelangt diese Chemikalie fast ungebremst in das Gehirn und verursacht dort schwere Nervenschäden.


Behandlung
Die gute Nachricht vorweg: Wird die „Leber-Hirn-Störung“ rechtzeitig erkannt, gibt es sehr gute Behandlungsmöglichkeiten. Da die eigentliche Ursache, die Leberzirrhose, leider nicht zu behandeln ist, muss man sich darauf konzentrieren, das giftige Ammoniak unschädlich zu machen.

 

Ornithin-Aspartat beispielsweise hilft dem Körper, Ammoniak in Harnstoff umzuwandeln, der dann mit dem Urin ausgeschieden werden kann. Auch Lactulose kann helfen. Sie fördert bestimmte Bakterien im Darm, die Milchsäure statt Ammoniak bilden. Allerdings sind Durchfall und Blähungen häufige Nebenwirkungen. Ein Lichtblick in der Behandlung der „Leber-Hirn-Störung“ ist Rifaximin. Es ist ein Antibiotikum, das nur im Darm wirkt. („darmselektiv“) Es tötet die Bakterien ab, die Ammoniak bilden und verhindert so die Anreicherung im Blut und letztendlich im Gehirn.

Mittlerweile haben zahlreiche Studien gezeigt, dass bei konsequenter und rechtzeitiger Behandlung viele der dramatischen Hirnschädigungen vermieden werden können. Sollten Sie bei sich oder einem Angehörigen Anzeichen für eine „Leber-Hirn-Störung“ bemerken, sprechen Sie offen darüber. Es könnte der erste Schritt zu einem besseren Leben mit chronischer Lebererkrankung sein.



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