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Syrien-Konflikt – RPR1.

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Syrien-Krise

Der Giftgasanschlag

Angeblich sollen die Regierungstruppen von Machthaber Baschar al-Assad am 21. August in der Nähe von Damaskus etwas 1300 Menschen ermordet haben. Einige davon durch den Einsatz von Giftgas. Darunter viele Zivilisten und Kinder.

Das syrische Regime bestreitet den Einsatz von Giftgas, doch wer die Bilder aus Damaskus sieht, weiß dass kein Zweifel besteht.

Die Frage dabei ist nur, wer hat diesen Anschlag verordnet? War es der Machthaber Assad oder eine geplante Taktik um einen Militärschlag in Syrien zu starten? Angeblich soll Israel verantwortlich sein, um die USA zum Militärschlag zu bringen.

US-Außenminister John Kerry sagte dazu:

"Wir meinen, dass es sehr wenig Zweifel gibt, dass Syrien verantwortlich ist"

Die Beweise gegen Syrien vermehren sich inzwischen. Der Bundesnachrichtendienst (BND) soll Informationen abgefangen haben, die Assads Beteiligung beweisen. In einem von Frankreich veröffentlichten Geheimdienstbericht steht:

"Der Angriff vom 21. August kann nur vom Regime angeordnet und ausgeführt worden sein."

Die Frage ist, wie geht es jetzt weiter?

Syrien hat den Vorschlag von Russland angenommen, seine Chemiewaffen unter internationale Kontrolle zu stellen. So könnte man einen Militärschlag vermeiden. Obama begrüßt den Vortschritt in den Verhandlungen.Allerdings eher zähneknirschend, denn die USA will Assad nicht ungestraft davon kommen lassen.

Experten schätzen, dass das Regime über eines der größten C-Waffen-Arsenale der Welt verfügt, über etwa 1000 Tonnen an chemischen Kampfstoffen, darunter Senfgas, das Nervengas Sarin und die Chemikalie VX. Hinzu kommen jede Mengen Bomben, Raketen und Artilleriegeschosse als Trägersysteme.


Konsequenzen

Flüchtlingskrise

Bereits US-Außenminister Kerry spricht von "schrecklichen Konsequenzen", falls die Amerikaner im Kongress den Militärschlag gegen Syrien nicht genehmigen. Diese Konsequenzen sind jetzt schon sichtbar, denn inzwischen hat sich in der Region um Syrien die größte Flüchtlingskrise seit beinahe 20 jahren angebahnt. Mehr als zwei Millionen Menschen seien bereits aus Syrien geflüchtet. Sogar über vier Millionen Flüchtlinge wurden vom Flüchtlingswerk der Vereinten Nationen innerhalb Syriens gezählt. Massen fliehen in die umgebenden Länder Libanon, Türkei, Jordanien oder den Irak.

In Deutschland sollen 5.000 Syrer aufgenommen werden. Die ersten Flüchtlinge sollen am Mittwoch (11.09.) ankommen. Im Rahmen eines von der Bundesregierung angeregten humanitären Aufnahmeprogramms werden 5.000 Flüchtlinge aufgenommen, die dann jedoch keine klassischen Asylsuchenden sind, sie dürfen zunächste zwei Jahre im Land bleiben, danach wird eine Verlängerung erteilt, falls sich die Lage in Syrien nicht bessert.

 

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