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Auletta - Biographie

Auletta"Mainz bleibt Mainz, aber die Welt gehört uns!"

Schwer zu sagen, ob die Jugend von Mainz ohne Auletta das Wort „Feier“ überhaupt buchstabieren könnte. Wahrscheinlich nicht. Wahrscheinlich wäre die Stadt ohne die regelmäßigen Spontan-Partys der Auletta-Fraktion in genau jener trostlosen Lethargie und Antriebslosigkeit versunken, die Sänger Alex, Gitarrist Martin, Bassist Daniel und Schlagzeuger Jusch nun auf ihrem Debütalbum „Pöbelei & Poesie“ lautstark und wortreich bekämpfen. Frei nach dem Motto: Wir sind jung, das Leben ist kurz und unser Weg ist steinig. Wir gehen trotzdem schon mal vor...

Damals, Anfang der Nullerjahre, verlegten die Neu-Twens von Auletta ihre meist am Rheinufer anberaumten und von Akustikgitarren sowie dem ein oder anderen Äppler begleiteten Sit-ins in den bandeigenen, locker 50 Leute fassenden Proberaum, in dem der Abend in die Nacht und den nächsten Morgen überging – begleitet vom Soundtrack aus Live-Musik und Indie-Disko. Mit ihrem Talent, sich und anderen die beste Zeit der Welt zu verschaffen, gewinnen Auletta Fans und neue Freunde und schaffen so die ideale Voraussetzung für einen breit angelegten Blitzstart in die Bandkarriere, aber: Auletta halten lieber die Bälle flach und verabschieden sich nach dem Zivildienst erst mal ein paar Monate ins Ausland. Leben atmen.

AulettaDie einst aus leicht schrägem Akustik-Pop und in Texte verpackten Gedichten bestehenden Auletta-Songs bekommen plötzlich eine komplett neue Klangfarbe: Sänger Alex hatte in den sechs Monaten das Glück, die Brit-Pop-müde Musikszene Londons bei ihrer Verwandlung in eine aufregende Indie-Rock-Metropole zu beobachten. Dieser neue, aufregende Sound in Kombination mit Martins Straßenpoesie ist für das nach einem italienischem Nest benannte Quartett die Nische, die sie seitdem lautstark besetzen: Tanzbarer Indie-Rock mit deutschen Texten.

Es dauert kaum ein Jahr, bis die einstigen Proberaum-Partys in größere Clubs verlegt werden müssen. Auletta fühlen sich wohl mit ihren neuen Songs, mit dem Titeltrack „Pöbelei & Poesie“, einem Pamphlet gegen Gleichgültigkeit, Konformismus und Trägheit. Sie beweisen Humor, wenn sie in Stücken wie „Roboter“ Bands wie den Pixies huldigen und ihrer eigenen, unsicheren Zukunft selbstbewusst ins Gesicht lachen.

Aufgenommen haben Auletta ihr Debütalbum in Hamburg und den Lübecker „Musik Plant Studios“. Regie dabei führte Produzent Sven Bünger sowie Freund und Bruder im Geiste Axel „Aki“ Bosse, der die Band dank seiner Perspektive als Außenstehender „ermutigt hat, bestehende Arrangements aufzubrechen und das Ganze etwas zu raffen“, wie sich Frontmann Alex erinnert. „Das war am Anfang zwar etwas komisch und befremdlich, erleichtert nun aber auch anderen, sich mit den Songs zu Recht zu finden. Wir waren vorher schon ziemlich in unserem Ding.“

Insgesamt haben Auletta 120 Shows auf dem Buckel – unter anderem stehen sie 2008 bei Rock Am Ring auf der Bühne und überzeugen darüber hinaus als Supportband von Art Brut, Wir Sind Helden, The Teenagers , Chikinki, Molotov Jive, Blood Red Shoes und den Hushpuppies. Auf ihre Fans können sich die vier schon jetzt verlassen, denn die katapultieren Auletta wochenlang an die Spitze verschiedener Hitparaden. In 2009 haben Auletta u.a. mit dem Hurricane & Southside Festival ihre Tourhistorie ordentlich aufpoliert.

Bilder vom RLP Open Air 2010

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