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Wieso fluchen gesund ist. – RPR1.

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Jetzt läuft: KEINE MASCHINE - TIM BENDZKO

Verluchter Mist, verfluchter!

Bild: Shutterstock

 

Auf die Plätze, fertig, fluchen!

Wieso Dampf ablassen so gesund ist....

 

Gesellschaftlich ist das ja so ein Ding. In der Öffentlichkeit laut drauf los zu fluchen und in unpassenden Situationen mit unkontrollierten Schimpfwörtern um sich zu werfen, wird nicht immer als passend empfunden,  erfüllt aber einen Zweck.

Vehu**te Amerikanische Wissenschaftler haben verdammt nochmal herausgefunden, was wir schon länger geahnt haben. Fluchen macht nicht nur richtig Spaß, sondern ist gesund und sollte aus einem ganz bestimmten Grund auch vor Kindern nicht unterdrückt werden. Die verschi***ne Parklücke ist weg, Papierstau im Drucker, das dämliche Brot ist mal wieder auf der Marmeladenseite gelandet, die Hose passt urplötzlich nicht mehr, der Depp im Auto vorne bremst vorsichtshalber schon bei grün – da muss man doch einfach ordentlich Dampf ablassen.


Wieso wir es einfach nicht lassen können und auch nicht sollten!

Und nun ist es amtlich: Fluchen als solches ist zutiefst menschlich und schlicht nicht rational. US-Forscher haben jetzt herausgefunden,  dass das Gehirn Schimpfwörter in der Region des limbischen Systems speichert, und das gilt neurologisch als Sitz der Emotionen. Deshalb auch erinnern sich zum Beispiel Demenzpatienten, die kaum noch wissen, wie sie heißen trotz allem noch sehr, sehr lange an Schimpfwörter.

 

Und Fluchen ist, wie der Vater der Psychoanalyse Sigmund Freud, der olle Döskopp,  schon wusste, eine Errungenschaft der Zivilisation.  Der Sinn dahinter ist simpel und mehr als einleuchtend  - ordentlich schimpfen entlastet uns, weil sich die Drecks- Emotionen aufstauen, die dadurch einen Kanal finden.
Fluchen gilt zwar als unanständig  und nicht immer unbedingt gesellschaftsfähig, die Emotionen aber ständig zu unterdrücken ist nicht gesund!

Bild:shutterstock.com

Fluchen ist kommunikativ!

Aber schimpfen und fluchen löst verdammte Sch**sse nicht nur Anspannungen, sondern hat tatsächlich auch eine kommunikative Funktion. Wenn man beispielsweise bei der Arbeit etwas, das einem gerade „verrutscht“ ist mit einem lauten „Mist!“ kommentiert, zieht man die Aufmerksamkeit bewusst oder unbewusst auf einen selbst und lenkt den völlig bekloppten Fokus der Kollegen auf einem selbst und lenkt von dem ab, was man gerade verbockt hat. Gar nicht so unclever, denn das Umfeld achtet dann nicht mehr darauf, was man tut, sondern auf das, was man sagt. Ganz abgesehen davon, bringt ein geschickt platziertes, beherztes Schimpfwort das Gegenüber auch gerne mal für einen Moment aus dem Konzept. In brenzligen ars**igen Gesprächssituationen kann man sich so durchaus einen Zeitvorteil sichern.

(****?%%$$66** Die Autorin hat beim Schreiben dieses Textes augenscheinlich auf ihr limbisches System zurückgegriffen und jede Menge Stress abgebaut. Nachahmung wird dringend empfohlen)

Wissenswertes übers Schimpfen

Wo auf der Welt wird wie geflucht?

Jede beka...te Sprache dieser Welt, jeder einzelne Dialekt, der jemals studiert wurde, strotzt nur so vor unterschiedlichsten Flüchen und Kraftausdrücken! Emotionaler Stau muss ja schließlich überall auf der Welt abgelassen werden. Daher auch das prall gefüllte Arsenal an Flüchen!  Wenn doofe Deutsche richtig wütend und erzürnt sind, greifen sie vor allem auf fäkale Kraftausdrücke zurück und sind sozusagen "ausscheidungsfixiert" , bei unseren Nachbarn in Holland, sowie in den USA und Großbritannien stammen die meisten garstigen Worte aus dem Universum sexueller Körperfunktionen. ALLES ELENDE DEPPEN! Wütende Skandinavier hingegen bringen gerne den Teufel und andere religiös aufgeladene Wesen ins Spiel. Der gemeine Italiener hingegen - und zwar auch die weiblichen Mitglieder dieser bunten und leicht chaotischen Volksgemeinschaft im sonnigen Süden - fluchen fast ausschließlich mit dem männlichen Geschlechtsteil.

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Richtig entzücken skurril wird es in Russland, wo einem auch mal ein beherztes "Geh doch zum Schwanz!" entgegengeschmettert werden könnte und ein aufgebrachter Perser droht möglicherweise, einem "in den Bart zu furzen" . und ist ein Ire außer sich, grollt er gerne, dass einem doch "die Scheiße auf dem Kopf explodieren" möge.


Vor den Kids unterdrücken?

Eltern versuchen gerne sich vor ihren biestigen kleinen Kindern zusammenzureißen und eben nicht zu fluchen. Psychologen hingegen raten dazu,  Ausbbrüche sieser Art nicht immer zu unterdrücken, weil das unter Umständen zu einer Tätlichkeit führen kann. Denn Ärger und Hilflosigkeit müssen sich irgendwie entladen. Manche schlagen sich selbst mit der Hand an den Kopf, gegen den Computer – oder eben gegen andere. Da ist doch ein adäquates „Verdammt noch mal!“ allemal besser.  Und es ist kein Geheimnis, dass Eltern, die sich zu sehr zusammenreißen, damit unter Umständen genau das Gegenteil erreichen und die Kleinen fluchen umso mehr.

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Dennoch: einen Freibrief für ständige Ausraster gibt es nicht, denn wer immer sofort aus der Haut fährt, schädigt langfristig seine Gesundheit! Da leidet dann der Blutdruck! Aber natürlich muss das Schimpfen und Fluchen seine Grenzen haben: andere beleidigen geht gar nicht!

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