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IT's APP2you Nachbericht – RPR1.

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Spring Camp Kaiserslautern

Drei spannende Tage voller Spaß und neuer Erfahrungen verbrachten 36 Schüler und Schülerinnen in den „IT’s App2you Spring Camps“ in Kaiserslautern und Bingen.

Beim Wettbewerb „IT’s App2you“ wurden Schüler aus ganz Rheinland-Pfalz dazu aufgerufen, eigene Ideen für Apps zu sammeln. Begeistert über die zahlreichen kreativen Einsendungen wählte die Experten-Jury im März die 10 besten App-Ideen aus und lud die Finalisten zum „IT’s App2you SpringCamp“ ein.

Um eine intensive Betreuung gewährleisten zu können, arbeiteten fünf Teams in Bingen an ihren App-Ideen, wohingegen die anderen fünf Gruppierungen in Kaiserslautern zugange waren.

Ziel dieses Wochenendes war vor allen Dingen die Visualisierung und kreative Ausarbeitung der eingesandten App-Ideen. Hierzu braucht man vor allen Dingen Bleistift und Papier und nicht, wie von vielen vielleicht erwartet, nur den Computer.


Freitag

Das Camp in Kaiserslautern begann am Freitag mit der großen Auftaktveranstaltung am Fraunhofer-Institut für experimentelles Software Engineering IESE und interessanten Vorträgen zu den Themen App-Entwicklung und Informatik. Prof. Dieter Rombach, Inhaber des Lehrstuhls für Software Engineering im Fachbereich Informatik an der Universität Kaiserslautern, ermutigte die Schüler, sich mit Informatik zu beschäftigen und einen von vielen verschiedenen Informatikstudiengängen in Betracht zu ziehen. Er betonte, dass Informatik viel mehr ist, als nur Programmieren und dass gute Englischkenntnisse ebenso wichtig sind wie Team- und Kommunikationsfähigkeit. Des Weiteren erklärte er den Finalisten, dass qualifizierte Fachkräfte im Bereich der Informatik unheimlich gefragt sind und die besten Aussichten auf einen Job haben.

Interessant war insbesondere der Vortrag von Dr. Marcus Trapp vom Fraunhofer IESE an, der die wichtigsten Kriterien für die Entwicklung einer App, wie beispielsweise Benutzerfreundlichkeit und Nützlichkeit von Apps, anschaulich zu präsentieren wusste.

Am Abend trafen die einzelnen Teams ihre jeweiligen Mentoren. Acht Mentoren, alles erfahrene Informatiker, betreuen die fünf Teams und unterstützen die Schüler beim Versuch, eine eigene App zu entwickeln. Die App-Ideen sind breitgefächert. So entstanden neben dem Entwurf eines „Panda“-Spiels, bei dem spielerisch Allgemeinwissen vermittelt werden soll, auch eine Idee, die als fertig konzipierte App der Feuerwehr helfen könnte, ihre Einsätze zu koordinieren.

Ein Highlight des Wochenendes bot sicherlich die Übernachtung im Design-Hotel SAKS. Der IT-Nachwuchs fühlte sich sichtlich wohl und es wurde auch im Hotel noch fleißig weitergearbeitet.

Samstag

Am Samstag begann direkt nach dem Frühstück die Teamwork-Phase an der TU Kaiserslautern. Die Schüler lernten, dass zuerst Storyboards erstellt und verschiedene Benutzeroberflächen gestaltet werden müssen, bevor es ans Programmieren geht. Das gemeinsame Arbeiten im Team zusammen mit den IT-Profis brachte viele interessante Einblicke in die Arbeit eines Informatikers und bereitete den Teilnehmern großen Spaß. Einige Gruppen hatten auch einen begleitenden Lehrer zur Unterstützung mitgebracht. Diese zeigten sich begeistert von der Arbeit ihrer motivierten Schüler, die ihre Freizeit für „IT’s App2you“ hergeben und sich auch außerhalb der Schulzeit im IT-Bereich engagieren.

Am Vormittag gab es dann hohen Besuch. Staatssekretär Hans Beckmann schaute vorbei und zeigte sich beeindruckt von der Arbeit der Schülerinnen und Schüler. Als Schulexperte im Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur bezeichnete er das Programm als großartiges und wichtiges Projekt für Rheinland-Pfalz und ganz Deutschland. Die Schülerinnen und Schüler erhielten damit die Möglichkeit, den Alltag eines Informatikers kennen zu lernen und stellten fest, dass Informatik mehr ist, als „nur im dunklen Kämmerlein zu sitzen und zu programmieren.“

Nach dem gemeinsamen Mittagessen gab Sebastian Weber vom Fraunhofer IESE den Schülern in seinem Vortrag über das Oberflächendesign von Android-Apps eine Überblick über nützliche Hilfsmittel, mit denen man eine App so interessant und benutzerfreundlich wie möglich gestalten kann. Am Nachmittag stand „Geo-Caching“ auf dem Programm und gemeinsam wurde das Gelände der Universität erkundet. Ein weiterer Programmpunkt war das „Wer wird Android-Master?“-Quiz, bei dem die Schülerinnen und Schüler ihr bereits angeeignetes Wissen über die App-Entwicklung unter Beweis stellen konnten und dabei großen Spaß hatten. Nach der Grillparty am Abend saß man noch einmal in großer Runde zusammen und tauschte sich über die Erfahrungen des Tages aus.

Sonntag

Nachdem am Sonntagvormittag nochmals alle Teams die Chance hatten, sich zusammenzusetzen und weiter an den App-Konzepten zu feilen, fand nachmittags bereits das „App-Schluss-Treffen“ statt. Jeder der Teilnehmer durfte stolz eine Teilnehmerurkunde entgegennehmen. Die Schüler zeigten sich begeistert von den Erlebnissen des vergangenen Wochenendes. „Wir haben viel gelernt und unsere Erwartungen wurden mehr als erfüllt“, verkündete Teilnehmer Paul Graeve aus Mainz. Auch Nicole Spanier-Baro, die Koordinatorin von „IT’s APP2you“ am Fraunhofer IESE, ist mehr als zufrieden mit der Resonanz auf das „SpringCamp“ und ist gespannt, wie sich die App-Ideen weiterentwickeln.

Denn erst jetzt beginnt die wirklich „heiße Phase“ der App-Entwicklung. In den nächsten Wochen werden sich die Teilnehmer noch einmal intensiv mit der Weiterentwicklung ihrer App-Ideen beschäftigen. Dabei können sie stets auf die Hilfe ihrer Mentoren zählen. Ziel ist natürlich die Programmierung einer funktionstüchtigen App, allerdings ist es bis dahin aber noch ein weiter Weg. Ob die Konzepte wirklich realisiert werden können, zeigt sich letztlich erst in der tatsächlichen Programmierphase. Jetzt sind alle gespannt auf den weiteren Verlauf des Wettbewerbs, natürlich auch auf die Ergebnisse ihrer Mitstreiter, die in Bingen an ihren Ideen getüftelt haben. Im Juni präsentieren die Final-Teams in einer jeweils 30-minütigen Präsentation und Demonstration ihre Ergebnisse der hochkarätig besetzten Jury. Die Jury wird in erster Linie das Feinkonzept bewerten. Angestrebt wird aber auch, dass die Teams wenigstens einen Prototyp realisieren. Vielleicht schafft es das ein oder andere Team sogar, bis Anfang Juni eine fertige App zu entwickeln. Selbstverständlich wollen alle gewinnen, denn die Sieger-Teams besuchen im Juni das Google European Engineering Headquarter in Zürich!

So hat das „IT’s APP2you Spring Camp“ einige rheinland-pfälzische IT-Talente aus der Reserve gelockt, die sich nun durchaus vorstellen können, einmal im IT-Bereich tätig zu sein: „Ich wurde durch „IT’s APP2you“ definitiv in meinem Wunsch bestärkt, Informatik zu studieren“, sagt der 19-jährige Teilnehmer Hendrik Schuff aus Kaiserslautern rückblickend. Auch die 16-jährige Hannah Bischoff hat großes Gefallen an der Informatik gefunden: „Man hat einen guten Einblick in den Beruf eines Informatikers erhalten. Ich denke, das würde mir großen Spaß machen“, sagt sie.

Am Ende spendeten die Teilnehmer natürlich großen „App-laus“: Ein arbeitsreiches, vor allem aber spannendes Wochenende liegt hinter den Finalisten. Der Bestreben der Initiatoren, jungen Menschen ein zutreffenderes und umfassendes Berufsbild der Informatik und der IT-Berufe zu vermitteln und sie dafür zu begeistern, ist also voll und ganz gelungen.

- Amelie Marie Weber

Eindrücke

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