
Das gemütliche Rascheln des Schlafsacks, der Duft von Zelt und Natur und natürlich vom klassischen Gaskocher, so stellen sich die meisten Urlauber eine ideale Flucht aus dem Alltag vor. Seit dem klassischen Urlaub aus unseren Kindertagen hat sich im Bereich Camping einiges getan.
Was man beim Camping wirklich braucht, hängt natürlich von der Art des Campingurlaubs ab.
Leider völlig zu Unrecht ist auf vielen Campingplätzen das Markenzeichen, das Zelt, nur noch selten zu finden. Zeltfreunde kommen sich hin und wieder bestimmt ganz schön komisch vor, wenn sie mit ihrer spartanischen Behausungen neben Wohnmobil- und Wohnwagen-Luxusausführungen mit integriertem Bad und Küche einziehen.
Natürlich sind die Vorteile eines fahrbaren Hauses nicht zu unterschätzen: Man hat den ganzen Hausrat vom Bett über Fernseher bis zur Kaffeemaschine immer dabei, ist nicht so wetteranfällig bei Regen oder Sturm und braucht keine speziellen Ausrüstungsgegenstände wie Isomatten oder Campingkochgeschirr. Außerdem, und das ist mit Sicherheit der komfortabelste Vorteil, verfügen Wohnmobil und Co über fließendes Wasser und vor allem Strom.
Zunächst müssen zwei wichtige Fragen geklärt werden: Möchte man seinen Zelturlaub stationär, also permanent auf ein- und demselben Campingplatz verbringen, oder soll der Aufenthaltsort hin und wieder gewechselt werden? Und: Ist man mit dem Auto, zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs?
Diese Fragen entscheiden über die nötige Qualität der Ausrüstung. Wer mit dem Auto anreist, muss nicht so auf die Kilos und das Packmaß achten, die er auf dem Rücken trägt, und kann auch mehr Dinge einpacken, als derjenige, der all sein Hab und Gut im Rucksack transportiert.
Egal wie man unterwegs ist, die Grundausrüstung ist immer ähnlich: Neben dem Zelt an sich benötigt man eine Isomatte oder Luftmatratze und einen Schlafsack. Zur Essenszubereitung eignet sich ein Gaskocher oder –Herd am besten, da die Gaskartuschen zum einen schön klein sind, keinen Strom benötigen und nahezu überall auf der Welt zu haben sind. Gern vergessen wird eine Taschenlampe samt dazugehöriger Batterien.
Neben diesen Must-Haves gibt es noch eine Reihe an vielen weiteren nützlichen Dingen, die das Leben im Zelt bequemer machen: Dazu gehören zum Beispiel Campingtisch samt –Stühlen, Taschenmesser, Wasserkanister, eine Wanne für schmutziges Geschirr, Tiefkühltruhen samt Kühlakkus und Spiele zum geselligen Zeitvertreib. Auch eine lange Schnur erweist sich oft als nützliches Universalutensil. Für den Entspannungsfaktor sorgen Hängematte oder Liegestuhl.
Wichtig: Für ein Leben im Zelt benötigt man nicht mehrere volle Kofferladungen an Kleidung, unabdingbar auf einem Campingplatz sind jedoch Badeschuhe oder Flipflops, in denen man schnell mal aus dem Zelt hüpfen und zum Badehaus eilen kann. Tipp: Kleidung und Co auf keinen Fall in den Koffer, sondern lieber in eine faltbare Reisetasche packen! Das spart Platz und Stauraum im Zelt.
Besonders heikel ist das Thema Technik. Da ein Zelt über keinen Stromanschluss verfügt, sind Handy, MP3-Player und Co. wenn sie leer sind erst einmal aus. Zwar gibt es in den Waschräumen Steckdosen, doch wer sein Handy mag wird es wohl kaum alleine im nassen Duschraum lassen wollen – und die ganze Ladezeit nebendran zu stehen ist auch nicht unbedingt komfortabel. Vorsicht ist auch bei dem Aufladen der Geräte im Auto geboten: Vor allem wenn das Auto längere Zeit nicht genutzt wird, saugt der harmlose Foto- oder Handyakku schnell die Autobatterie leer.
Bei der Frage, ob man sich mit dem Zelt lieber auf einem offiziellen Campingplatz oder auf einer Wiese in freier Natur niederlässt, muss ganz genau aufgepasst werden. In den meisten Ländern Europas ist zelten nur auf öffentlichen Campingplätzen oder auf privaten Grund erlaubt, wenn der Grundstückbesitzers hierzu ausdrücklich seine Erlaubnis ausgeteilt hat. Wer beim wilden Campen erwischt wird, kann wegen verschiedenen Delikten belangt werden: Von der Ordnungswidrigkeit nach den Landes-, Wald- oder Naturschutzgesetzen bis hin zu Straftaten wie Hausfriedensbrich und Sachbeschädigungen. Außerhalb von Naturschutzgebieten erlauben einige Bundesländer allerdings das einmalige Übernachten in der freien Natur.
Campingplätze bieten zwar nicht immer genau dort Platz für ein Quartier, wo man möchte, allerdings haben sie einige Vorteile im Vergleich zum wilden Campen: Ein Campingplatz punktet vor allem mit Sanitärbereichen. Außerdem gibt es auf den meisten Plätzen Einkaufsmöglichkeiten, Sportplätze und ein Animationsprogramm für die Besucher. Außerdem, und das ist besonders im Ausland nicht zu unterschätzen, ist ein Campingplatz in Normalfall rund um die Uhr bewacht und bietet Schutz vor kleineren Diebstählen sowie Überfällen.
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