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Massenhaft Übergriffe auf Frauen – RPR1.

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Massenhaft Übergriffe auf Frauen

Silvester am Kölner Hauptbahnhof

  • am 04 Jan 2016

Bild: wikipedia.org / raymond

Krisensitzung in Köln

Sexuelle Belästigung am Kölner Hauptbahnhof

 

Die Gewerkschaft der Polizei ist entsetzt über die vielen Übergriffe auf Frauen rund um den Kölner Hauptbahnhof in der Silvesternacht. Zum Jahreswechsel hatten rund 1.000 Männer in mehreren Kleingruppen einzelne Frauen bedrängt, sexuell belästigt – sogar von einer Vergewaltigung ist die Rede. Es sei eine völlig neue Dimension der Gewalt, sagte der NRW-Landesvorsitzende Arnold Plickert. Frauen waren von mehreren Männern umzingelt und unsittlich berührt worden. Zum Teil zur Ablenkung, um Geldbörsen und Handys zu stehlen.

Taschendiebstahl, sexuelle Belästigung, Vergewaltigung

Die Kölner Polizei hat nach den Vorfällen eine Ermittlungsgruppe eingerichtet. Inzwischen sind über 60 Anzeigen eingegangen, die meisten wegen Taschendiebstahls, 20 Frauen berichteten aber auch von sexuellen Übergriffen, eine Frau wurde sogar vergewaltigt. Die Ermittler vermuten allerdings, dass sich noch nicht alle Opfer gemeldet haben.

 

Bild: Wikipedia / Elya

 

Täter operierten in mehreren Gruppen

Festnahmen gab es jedoch nicht. Die drei Verdächtigen, die am Sonntagmorgen am Kölner Bahnhof gefasst wurden, sind bereits wieder freigelassen worden, zwei weitere sitzen wegen Taschendiebstahls in Untersuchungshaft. Bei den Tatverdächtigen des Silvesterabends handle es sich jedoch bereits um rund 1.000 Personen, die an den Übergriffen beteiligt waren. In mehreren Kleingruppen sollen die Täter operiert haben und ihre Opfer belästigt und ausgeraubt haben. „Die Täter sind als Gruppe abgestimmt vorgegangen“, so Wolfgang Wurm, Präsident der Bundespolizei Sankt Augustin.

Besserer Schutz der Menschen

Bei der Suche nach den Tätern hofft Polizeipräsident Wolfgang Albers auf Zeugen. Für Heute ist außerdem eine Krisensitzung mit Oberbürgermeisterin Reker geplant. Die Oberbürgermeisterin will dabei mit Polizei und Stadtdirektor Kahlen die Vorfälle rund um den Hauptbahnhof aufklären - aber auch beraten, wie solche Szenen künftig verhindert werden können. Es soll dabei auch besprochen werden, wie die Polizei nach diesen Vorfällen ihren Karnevals-Einsatz fahren wird. „Ziel ist es herauszufinden, wie die Menschen wieder besser geschützt werden können“, erklärt Reker.





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