Schutzhauben gegen Spuckattacken

Polizisten werden im Einsatz immer wieder bespuckt. Daher will der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz nun Spuckschutzhauben anschaffen.

Shanti Hesse
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Bild: Shanti Hesse/Shutterstock

Schutzhauben sollen Polizisten vor Spuckattacken schützen

 Beamte werden immer häufiger angespuckt

Polizisten werden im Einsatz immer wieder bespuckt. Daher will der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz nun Spuckschutzhauben für die Beamten anschaffen.

Immer mehr  Vorfälle auch in Rheinland-Pfalz

Polizisten werden im Einsatz immer häufiger angespuckt. 2010 waren es noch elf bekannte Fälle, 2014 dann schon 72  und ein Jahr später 83. Allerdings dürfte die tatsächliche Fallzahl noch deutlich höher liegen, da das Spucken vermutlich nicht jedes Mal als „Gewalt gegen Polizeibeamte“ dokumentiert wurde.

Das vorsätzliche Anspucken eines Polizisten gilt als Beleidigung. Sobald aber durch die Handlung eine Infektionskrankheit übertragen und dies vom Angreifer in Kauf genommen wird, muss von Körperverletzung gesprochen werden.

 

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Bild: Innenministerium RLP

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Bild: Innenministerium RLP

 

„Adäquater Schutz“ für Beamte

Die Hauben, die den Spuckern übergezogen werden sollen, kosten je nach Modell zwischen fünf und zehn Euro. Auch Justizvollzugsbeamte sollen mit diesen ausgestattet werden.

Nach Angaben der CDU seien die Spuckschutzhauben ein „adäquater Schutz“ für die Beamten, da fremder Speichel im eigenen Gesicht im „höchsten Maße demütigend, ekelig und beleidigend ist."  Andere Bundesländer hätten solche Schutzhauben bereits eingeführt.

Quelle: dpa / Innenministerium RLP

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