WHO schlägt Alarm

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat wegen des Zika-Virus den globalen Gesundheitsnotstand erklärt. >> Das musst Du wissen!

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Bild: Shutterstock

Das Bild zeigt eine Gelbfiebermücke (aedes aegypti) 

 

 

Die Weltgesundheitsorganisation schlägt Alarm:

Globaler Gesundheitsnotstand wegen
des Zika-Virus ausgerufen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat wegen des Zika-Virus den globalen Gesundheitsnotstand erklärt. Zu diesem Schritt habe eine Expertenrunde geraten, teilte die WHO am Montag in Genf mit. Es gebe seit 2015 in Brasilien inzwischen 270 bestätigte Fälle, in denen Schwangere mit einem fehlgebildeten Kind zuvor an Zika erkrankt waren. Das Virus trete in 25 Ländern auf. Die Ausrufung des Notfalls erleichtere das Bemühen, die Verbreitung des Virus zu bekämpfen. Zuletzt hatte die WHO 2014 wegen Ebola in Westafrika einen globalen Notstand erklärt.

Quelle: dpa

Was bisher bekannt ist:

Das Zika-Virus breitet sich derzeit in Brasilien explosionsartig aus - Medikamente oder Impfungen gibt es bisher nicht. Beschwerden können nur durch Schmerzmittel gelindert werden. In Brasilien sollen sich mittlerweile mehr als 1,5 Mio. Menschen mit dem Virus infiziert haben. Experten schätzen, das Virus könnte sich weltweit ausbreiten.

Die brasilianische Regierung hat rund 220.000 Soldaten im Kampf gegen das Virus eingesetzt. Mit Chemikalien bewaffnet, kämpfen sie gegen die Mücke Aedes aegypti, die der Überträger des Zika-Virus ist. 


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Bild: Shutterstock

Woher stammt das Virus und wie wird es übertragen?

ZDF heute berichtet, das Virus wurde erstmal 1947 bei einem Affen entdeckt. Das Zika-Virus wird durch infizierte Mücken übertragen, darunter der Gelbfiebermücke (Aedes aegypti) und der Asiatischen Tigermücke (Aedes albopictus).

Übertragen wird das Virus durch eine infizierte Mücke. Tropenmediziner gehen davon aus, dass es auch bei sexuellem Kontakt oder Blutspenden zu einer Übertragung kommen kann.

IN DEUTSCHLAND IST PANIK DERZEIT VÖLLIG FEHL AM PLATZ:

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Wie stellt man fest, dass man sich infiziert hat?

Infektionen bleiben meist unbemerkt. Treten Symptome auf, dann sind sie mit Grippesymptomen vergleichbar, so Experten. Fieber, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen und Hautausschläge sind Alarmsignale, die man nicht ignorieren sollte. Bindehautentzündungen und Augenschmerzen sowie geschwollene Hände und Füße können ebenfalls Hinweise auf eine Infektion sein.

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Bild: Shutterstock

Was passiert, wenn ich mich infiziert habe?

Todesfälle in Verbindung mit dem Zika-Virus sind bislang nicht bekannt. Was man aber weiß, das Virus kann zu schweren neurologischen Schäden führen. Eine besonders gefährdete Risikogruppe sind insbesondere Schwangere: Wird diese durch eine Mücke infiziert, überträgt sich das Virus auf das ungeborene Kind, was zu schweren Hirnfehlbildungen führt, die sich in Form eines sehr kleinen Kopfes zeigt.

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Bild: Shutterstock

Wie kann ich mich vor dem Zika-Virus schützen?

Reise nach Lateinamerika sollten derzeit gut überlegt sein, so Experten. Bevor das Virus nach Südamerika kam, zählten bereits Afrika, Asien und der Pazifik-Raum zu den betroffenen Ländern. Wer dennoch eine Reise wagt oder aus beruflichen Gründen in die betroffenen Länder reisen muss, der kann sich durch lange Hosen und Hemden, Insektenschutzmittel und Moskitonetze schützen.

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