SEK-Einsatz in Ramstein-Miesenbach

Der Familienvater einer russischen Familie droht sich selbst zu erstechen, als er und seine Famile abgeschoben werden sollten

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Bild: Symbolbild/shutterstock.com


Sondereinsatz-Kommando überwältigt potentiellen Selbstmörder

Familiendrama konnte abgewandt werden

In den frühen Morgenstunden sollte eine fünfköpfige Familie russischer Herkunft nach Moskau abgeschoben werden.

Die Familie lebte seit 2013 in Ramstein-Miesenbach. Als der Familienvater heute Morgen die Situation erkannte, griff er nach einem Messer und drohte sich in den Hals zu stechen und sich im Beisein seiner Kinder die Pulsadern zu öffnen. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich seine 31-jährige Ehefrau und die drei Kinder im Alter zwischen 1 und 10 Jahren ebenfalls in der Wohnung.
Die eingesetzten Polizeibeamten zogen sich zurück und forderten wegen der unklaren Lage Verstärkungs- und Verhandlungskräfte an.
Nach mehreren Stunden Verhandlung konnten Beamte des Spezialeinsatz-Kommandos den Mann in einem günstigen Moment überwältigen.  Er hatte  immer noch das Messer in der Hand.

Vorerst darf die Familie bleiben

Wie zwischenzeitlich bekannt wurde, ist beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge ein Folgeantrag auf Asylbegehren der Familie gestellt worden, weshalb über die Abschiebung erneut entschieden wird.

Nach dem erfreulicherweise unblutigen Ausgang, befindet sich die Familie in psychologischer Betreuung. Der 34-jährige Familienvater wurde zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht.

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