Münchner Schüler ist Todesschütze

Ein 18 Jahre alter Schüler hat am gestrigen Freitagabend die Schüsse im Olympiazentrum in München abgesetzt. Eine Beziehung zum sogenannten Islamischen Staat habe er nicht gehabt. Das gab Polizeipräsident Hubertus Andrä vor wenigen Minuten bekannt.

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Schüsse in Olympia Zentrum

Münchner Schüler ist Todesschütze

Ein 18 Jahre alter Schüler hat am gestrigen Freitagabend die Schüsse im Olympia Zentrum in München abgegeben. Eine Beziehung zum sogenannten Islamischen Staat hat er offenbar nicht gehabt. Das gab Polizeipräsident Hubertus Andrä vor wenigen Minuten bekannt.

Kein Bezug zum sogenannten Islamischen Staat

Bei dem jungen Mann handle es sich um einen gebürtigen Münchner mit deutsch-iranischen Wurzeln. Er sei psychisch krank gewesen. Bei einer Hausdurchsuchung haben die Ermittler keine Hinweise auf einen Bezug zum sogenannten Islamischen Staat gefunden. Stattdessen habe  sich der Schüler intensiv mit dem Thema Amok beschäftigt, unter anderem mit dem norweger Amokläufer Anders Breivik, der gestern vor fünf Jahren 77 Menschen getötet hat. 

Die Tat des 18 Jahre alten Schülers stehe in keiner Beziehung zum Thema Flüchtlinge, betonte Andräs weiter.

Andrä wies ebenfalls darauf hin, dass es keinen Grund dazu gebe, Veranstaltungen in München aus Sicherheitsgründen abzusagen, oder die bayrische Hauptstadt nicht zu besuchen. Hong Kong hatte nach dem Amoklauf eine Reisewarnung für Deutschland ausgesprochen.

Wie in der Pressekonferenz bekannt gegeben wurde, gibt es Hinweise darauf, dass der spätere Amokläufer kurz vor seiner Tat mit einem gehackten Facebook-Profil mehrere Menschen ins Olympia Zentrum gelockt zu haben.

Zunächst drei Täter vermutet

Gestern am frühen Abend, kurz vor 18 Uhr, sind im Olympia Zentrum in München die tödlichen Schüsse gefallen. Neun Menschen wurden dabei getötet, 21 verletzt, drei davon schwer. Unmittelbar danach wurde eine akute Terrorlage in der Stadt ausgerufen: Der Öffentliche Nahverkehr wurde lahmgelegt, Straßen gesperrt, Fernzüge fuhren die bayrische Hauptstadt nicht mehr an.

Die Bevölkerung wurde dazu aufgerufen die Straßen zu verlassen und sich in ihren Wohnungen aufzuhalten. Die Ermittler gingen zunächst von drei Tätern aus, vermuteten, dass diese auf der Flucht seien. In der Nacht wurde dann erst klar: Es war nur ein Täter - und dieser hat sich selbst getötet. Ersten Obduktionsergebnissen zufolge habe sich der Amokläufer mit einem Kopfschuss selbst gerichtet.

Dass im Laufe des Abends und noch bis in die Nacht von drei Tätern die Rede war, habe offenbar daran gelegen, dass mehrere flüchtende Menschen in dem Chaos für Täter gehalten worden waren.

Falschmeldungen über weitere Schießereien

Der Amoklauf soll laut Informationen der  Süddeutschen Zeitung bei einem MC Donald’s begonnen haben. Dann lief der 18-Jährige offenbar über die Straße und schoss im Einkaufszentrum um sich.

Kurz nach Bekanntwerden der Schießerei gab es mehrere Meldungen über weitere Schießereien an unterschiedlichen zentralen Plätzen in München. Diese stellten sich jedoch alle als Falschmeldungen heraus.

Quelle: Phoenix, Sueddeutsche Zeitung

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