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Freistoßspray versagt beim TÜV

Zu viel Treibhaus-Konzentration bei zu wenig Kennzeichnung. Das "Freistoßspray" darf in Deutschland und in der EU nicht eingesetzt werden. DFB überrascht.

Messi, Neuer oder Müller – bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien waren etliche Stars dabei. Doch einer lief ihnen allen den Rang ab! Das neu eingeführte Freistoßspray war der heimliche Star des Turniers. Nach der WM wird das Spray nun auch in Europa eingesetzt. In England, Spanien und sogar im Europapokal wird zukünftig fleißig gesprüht.

Maxisport Shutterstock

Bild: Maxisport/shutterstock.com

Auch in Deutschland sollte das Spray eigeführt werden. Sogar der Termin stand schon fest. Am 8. Spieltag (18. / 19. Oktober) sollte der Schaum erstmals eingesetzt werden. Wie die BILD-Zeitung berichtet macht der TÜV dem ganzen jetzt einen Strich durch die Rechnung.

Zu viel Treibhaus-Konzentration bei zu wenig Kennzeichnung

„Es darf in Deutschland und in der EU nicht eingesetzt werden, weil es nicht zugelassen ist. In der gegenwärtigen Form kann es auch nicht zugelassen werden", erklärte Dr. Greta Dau.

Das Hauptproblem sei die fehlende Kennzeichnung für hochentzündliche Stoffe. „Mit 33 Prozent liegt die festgestellte Treibhaus-Konzentration vielfach höher als es bei nicht gekennzeichneten Dosen erlaubt ist", so die Wissenschaftlerin beim TÜV Rheinland.

Noch mehr Mängel

Neben der fehlenden Kennzeichnung wurden aber noch weitere Punkte bemängelt. So entspricht die Nettofüllmenge nicht den europäischen Vorgaben. Weiterhin sollen Parabene enthalten sein, die im Verdacht stehen hormonell wirksam zu sein.
Strafe bei Benutzung
Sollte das Spray trotz des Verbotes benutzt werden, drohe laut  Dau eine Strafe: „Dann ist mit einem Ordnungswidrigkeitsverfahren und einer Geldbuße zu rechnen. Die weitere Verwendung wird dann untersagt."

DFB reagiert

Mittlerweile hat auch der Deutsche Fußball Bund Stellung dazu bezogen. „Dieser Sachverhalt ist uns neu und wird geprüft. Unabhängig davon sind wir bereits seit Wochen mit anderen Anbietern in Gesprächen, um nach Alternativen zu dem kostenintensiven Import aus Argentinien zu schauen”, so Lutz Michael Fröhlich, Leiter der DFB-Schiedsrichterabteilung.

„Wir sind zuversichtlich eine Lösung ohne Mängel zu finden, schließlich haben wir Schiedsrichter mit der Dekra die besten Sachverständigen an unserer Seite.”

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