Zeitschrift "Le Monde" entschuldigt sich

Durch eine unfassbar platzierte Werbeanzeige des Nobel-Labels Gucci steht die französische Tageszeitung unter Beschuss.

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Bild: Roger Albani/Twitter


Pietätloser geht es nicht

Wenn eine Entschuldigung nicht reicht

Die französische Tageszeitung „le Monde“ steht weltweit unter harscher Kritik.

Zum einen wurde die renommierte Zeitung, wie viele andere auch, dafür kritisiert, das Bild des kleinen Aylan, der auf der Flucht mit seinem Eltern im Mittelmeer ertrunken war, überhaupt veröffentlicht zu haben.  Ob das journalistisch und ethisch gesehen ein Fauxpas war, wird derzeit heiß diskutiert. Gegner empfinden die Veröffentlichung des Bildes als pietätlos,  Befürworter beziehen sich auf den reinen Nachrichtenwert und das Aufzeigen des „wahren Gesichtes der Flüchtlingskrise“.

Unbestritten ist, dass dieses schreckliche Foto viele Menschen wachgerüttelt hat.  

Fernab dessen, dass der Titel der Zeitschrift kritisiert wurde, ist das, was sich auf der zweiten Seite der Ausgabe befindet, schlicht indiskutabel und hätte nicht passieren dürfen.
Schlimmer, als mit einer verkauften Gucci-Werbeanzeige in erschreckend direktem Zusammenhang, hätte man das Drama und das aus den Fugen geratene Ungleichgewicht, in dem sich die Welt gerade befindet, nicht aufzeigen können.

Via Twitter hat „Le Monde“ sich für „das unglückliche Zusammentreffen“ des Titelblattes und der Werbeanzeige entschuldigt. Besser macht es das nicht.


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