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Weiße Mutter, schwarzes Kind

Der Fehler eines Mitarbeiters führte dazu, dass Jennifer Cramblett ein schwarzes Kind zur Welt brachte...

Befruchtung Shutterstock 480x
Befruchtung Shutterstock 480x, by rpr1admin

Bild: Shutterstock

 

Weiße Mutter, schwarzes Kind:

US-Amerikanerin scheitert mit
Schadenersatzklage gegen Samenbank

Jennifer Cramblett lebt seit Jahren in einer homosexuellen Partnerschaft. Ihr Wunsch nach einem Kind war dennoch groß. So entschied sie sich 2011 für eine künstliche Befruchtung. Cramblett wurde tatsächlich schwanger. Zehn Monate später kam ihre Tochter Payton zur Welt, doch der Schock war groß, denn Payton ist dunkelhäutig. Cramblett hatte die Samenbank um einen blonden, blauäugigen Spender gebeten. Doch der Fehler eines Mitarbeiters führt dazu, dass Jennifer Cramblett mit der Samenspende eines Afro-Amerikaners befruchtet wurde. Ein Mitarbeiter hatte zwei Spendernummern durcheinanderbrachte: Nummer 380 war ein weißer Spender; Nummer 330, dessen Samen verwendet wurde, war schwarz.

"Das war nicht das, was ich gewollt habe"

In einem TV-Interview aüßerte sich Cramblett nun zum ersten Mal über den Fehler der Samenbank und sorgt damit weltweit für Aufsehen. "Das war nicht das, was ich gewollt habe", so Cramblett. Zwar liebe sie ihre heute zweijährige Tochter über alles, doch der gesellschaftliche Druck, die Häme und der Spott von außen, hätten ihr Leben und ihre Beziehung fast zerstört. Der Fehler der Samenbank habe ihr und ihrer Partnerin Amanda Zinkon Stress und Schmerz gebracht und der Familie medizinische Kosten verursacht. So argumentieren auch die Anwälte des Paares.

Klage als unbegründet abgelehnt

2014 haben Cramblett und Zinkon das Unternehmen auf 50.000 Dollar Schadenersatz verklagt. Die Klage wurde vom Gericht jedoch als unbegründet abgelehnt. Der vorsitzende Richter sah keine Basis für einen Schadenersatzanspruch und auch keine Garantieverletzung. Juristisch ist Klägerin Cramblett damit aber nicht am Ende ihrer Möglichkeiten: Der Richter sagte, sie könne versuchen, die Samenbank wegen fahrlässiger Vertragsverletzung zu verklagen.

Anwälte der Gegenseite hatten argumentiert, derartige Klagen gegen Samenbanken seien höchstens in Fällen begründet, in denen das Kind mit gesundheitlichem Schaden zur Welt komme und die Samenbank die Eltern vorher nicht über die Risiken aufgeklärt habe. Doch im Fall Cramblett sei das Baby völlig gesund gewesen.

Nach der Geburt hatte sich die Samenbank entschuldigt und dem Paar einen Teil der Behandlungskosten erstattet.

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