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Suchmaschine gibt Zugriff auf Überwachungskameras

Die Suchmaschine „Shodan“ hat einen Service eingerichtet, der Dritten den Zugriff auf private Überwachungskameras und Webcams ermöglicht...

Webcam 480x

Bild: Shutterstock

 

Spionage durch "Shodan"

Suchmaschine zeigt private Einblicke

 

Bei „Shodan“ handelt es sich um die bekannteste Suchmaschine für das „Internet der Dinge“. Hier sind alle intelligenten Gegenstände zu finden, die zunehmend den Computer als Gerät ersetzen - wie zum Beispiel ferngesteuerte Kaffeemaschinen, Kühlschränke, Autos bis hin zu Rollläden vor den Fenstern.

Private Videos frei zugänglich im Netz...

Nun hat „Shodan“ jedoch einen Service eingerichtet, der deutliche Gefahren in Bezug auf die Privatsphäre bringt. Mit dieser Dienstleistung wird eine Suche nach ungesicherten Webcams angeboten, wodurch eine Videoübertragung für unbefugte Personen frei zugänglich wird. Neben privaten Überwachungskameras und Webcams zeigt „Shodan“ auch Aufnahmen von Schulklassen, Schwimmbäder, Banken und anderen öffentlichen Einrichtungen.

Jeferrb

Bild: Pixabay / jeferrb

Ein Passwort muss die Kamera schützen!!!

Laut des Datenschutz-Experten Friedemann Ebert von „Digital Courage e.V." sind die meisten Kameras nicht durch ein Passwort geschützt und so frei zugänglich. Viele Benutzer wissen überhaupt nicht, dass ein Sicherheitscode eingerichtet werden sollte, dazu kommt, dass einige Geräte bereits durch die Werkseinstellung darauf programmiert sind, Daten freizugeben.

"Bei vielen Hardware und Softwaretechnologien beobachten wir, dass sie nicht datenschutzfreundlich voreingestellt sind“ warnt Ebelt. Genau dies macht sich „Shodan“ zunutze und ruft Datenschützer auf den Plan. "Der gegenwärtig vorherrschende Opt-Out-Standard, bei dem die Voreinstellungen verändert werden, hat sich als gefährlich erwiesen" erklärt Ebelt gegenüber N24. Experten fordern daher datenschutzfreundliche Voreinstellungen - “Privacy by Default."

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Bild: Twitter / PCWorld / DigiCert,Inc. / Einfachfinanzen

Recht auf informationelle Selbstbestimmung wird gebrochen

Dass sich „Shodan“ langsam zur gefährlichsten Suchmaschine der Welt mausert, zeigt auch ein Fall, in dem einige Studenten über tausende Firmen-Datenbanken stolperten und uneingeschränkten Zugriff auf Kundendaten inklusive Adressen und Kreditkartennummern erhielten.

Für Ebert wird mit diesen neuen Serviceangeboten das Recht auf informationelle Selbstbestimmung gebrochen. Gegenüber N24 äußert er: „Zwei Gefahren sehe ich hier: Zum einen verhalten sich Menschen anders, wenn sie wissen, dass Überwachungskameras via Suchmaschine angesteuert werden. Zum anderen akzeptieren sie die Situation der Überwachung und bleiben passiv. Das heißt sie liefern sich der Überwachung wehrlos aus, anstatt die Technologien zu hinterfragen."

Experten wie Friedmann Ebelt warnen vor der Entstehung eines Spanner-Tools, dass Kriminelle anlockt und unwissende Nutzer deutlichen Gefahren aussetzt.

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