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So rächen sich Amazon, Google & CO.

Mit welchen fiesen Methoden manche Onlinehändler auf Kundenbeschwerden reagieren, ist unglaublich...

Google Gongto Shutterstock 480x
Google Gongto Shutterstock 480x, by rpr1admin

Bild: Gongto / Shutterstock

 

Die Rache der Onlinehändler

 Wie Amazon, Ikea und Co. auf
Beschwerden 
von Kunden reagieren

Laut einem Bericht von Chip.de geht es bei manchen Onlineunternehmen nicht immer mit rechten Dingen zu. Nach Kundenbeschwerden werden von genervten Mitarbeitern etwas andere Geschütze aufgefahren, um den vermeintlichen "Störer" zu eliminieren.

So zum Beispiel bei Amazon. Als der Entwickler Pedro im Oktober 2015 ein Buch bei Amazon bestellt, erhält er, entgegen der Beschreibung des gekauften Artikels, eine veraltete Ausgabe des Buches. Der in Irland lebende junge Mann beschwert sich bei dem Onlinegiganten und wird damit vertröstet, die aktuelle Ausgabe müsse erst im Warenlager gesucht werden und er solle sich bitte etwas gedulden. Nachdem der Artikel auch nach mehreren Tagen nicht auffindbar ist, wird Pedro von Amazon aufgefordert, das fehlerhafte Exemplar zurück zu senden, um eine Rückerstattung zu erhalten. Dies gefällt dem Entwickler allerdings überhaupt nicht, denn nun hat er nicht nur Zeit damit verbracht, auf die richtige Ausgabe zu warten, sondern hat jetzt gar nichts in der Hand. Wütend äußert er sich darüber in einer Kundenbefragung und schließt mit der Sache ab. Nicht jedoch Amazon...

Amazon Twin Design Shutterstock 480x
Amazon Twin Design Shutterstock 480x, by rpr1admin

Bild: Twin Design / Shutterstock

Als Pedro das nächste Mal mit seinen Kollegen im Büro sitzt und seinen Warenkorb aufruft, befindet sich ein riesiger, pinker Dildo darin. Nicht nur Pedro ist geschockt, sondern auch seine Kollegen. Ein wohl etwas genervter Mitarbeiter des Onlineunternehmers hatte sich offensichtlich einen Scherz erlaubt, um seinem Ärger Luft zu machen. Nach einer weiteren Beschwerde Pedros, wird er schließlich von Amazon mit einem 100-Euro-Gutschein entschädigt.

Twitter Feedlesticks
Twitter Feedlesticks, by rpr1admin

Bild: Twitter / Feedlesticks

Namensänderung nach Beschwerde

Ähnlich verärgert wurde auch Mary Bauer von ihrem Kabelbetreiber Comcast. Nachdem die Dame sich heftig beschwert hatte, änderten die Mitarbeiter des Unternehmens kurzerhand Marys Namen in „Super Bitch Bauer“ um ihre Rechnungen zuzustellen.

Scott Kleinberg
Scott Kleinberg, by rpr1admin

Bild: Twitter / Scott Kleinberg

Telefondaten, Grundbucheinträge und Polizeiberichte...

Aber nicht nur Amazon und Comcast nutzen offenbar den Zugriff auf Kundenkonten aus, auch bei Ikea kam es in den Jahren 2006 und 2008 zu Unstimmigkeiten in Sachen Privatsphäre der Kunden. Denn das schwedische Möbelhaus engagierte Privatdetektive, um Kunden zu überprüfen. Diese hatten sich wegen nicht Einhaltung der Lieferfrist und mangelnder Qualität beschwert. IKEA überprüfte daraufhin Einträge der Kunden im Grundbuch und spionierte Telefondetails und Polizeiberichte aus. Nachdem der Fall öffentlich wurde, kam es zu massiven Protesten gegen IKEA Frankreich, jedoch nicht nur wegen Spionage an Kunden, sondern auch an Mitarbeitern.

Spionage über Webcams

Um einen Einzelfall handelt es sich allerdings nicht - auch ein Google-Mitarbeiter nutzte seine IT- Kenntnisse, um die Kundenkontos von vier Minderjährigen auszuspionieren. Der 27 Jährige verschaffte sich so Zugriff auf private Fotos und Chatverläufe der Mädchen. So auch eine Schule in der Nähe von Philadelphia, diese spähte ihre Schüler mit den Webcams der Schul-Notebooks aus und zwar auch dann, wenn die Schüler sich zu Hause befanden. Die Schule gab zu, insgesamt 66.000 Bilder mit den Kameras, die per Fernzugriff aktiviert wurden, gemacht zu haben.

Neben Spionage werden Kundenkonten aber auch für andere Zwecke missbraucht. Die US-Bank Wells Fargo wurde 2015 von einer Sammelklage überrannt, da Mitarbeiter des Unternehmens, ohne das Wissen der Kunden, neue Konten und Kreditkarten eröffneten.

Natürlich handelt es sich bei diesen Vergehen um Ausnahmefälle, die durch das Fehlverhalten Einzelner zu verantworten sind. Dennoch zeigen diese Angelegenheiten auf, wie diffizil unsere Online-Affinität ist und wohin sie führen kann. Die Gefahr völlig ausschließen kann man leider nicht, außer man schwört sämtlichen Annehmlichkeiten des Internets ab.

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