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"Skinny Jeans" können gefährlich werden

Klingt unglaublich, ist aber wahr: Eine 35-jährige Frau musste in die Notaufnahme eingeliefert werden, weil ihre Jeanshose zu eng ist...

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Jeans Shutterstock 480x, by rpr1admin

Bild: Shutterstock

Finger weg von "Skinny Jeans"

Wer zu enge Jeans trägt,
landet im Rollstuhl!

Klingt unglaublich, ist aber wahr: Eine 35-jährige Frau musste in die Notaufnahme eingeliefert werden, weil ihre Jeanshose zu eng ist. In der australischen Kleinstadt Adelaide war die Dame einen ganzen Tag lang damit beschäftigt, ihren Freunden beim Umzug zu helfen: bücken, in die Hocken gehen, strecken, laufen, sitzen, schleppen und wieder in die Hocke gehen.

Zusammenbruch auf dem Bürgersteig

Nach Stunden war der Umzug geschafft, die junge Frau war ebenfalls mit den Kräften am Ende. Sie machte sich auf den Heimweg und fing plötzlich an zu stolpern. Ihre Beine wollten nicht mehr so wie sie will. Vom einen auf den anderen Moment konnte sie ihre Beine nicht mehr kontrollieren. Wenige Meter später bricht sie auf dem Bürgersteig zusammen. Ihr gelingt es nicht mehr, sich aus eigener Kraft aufrichten.

Die Frau musste aus der Hose geschnitten werden

Es dauert eine Weile, bis ein Taxifahrer auf sie aufmerksam wird und der jungen Frau hilft. Da die Beschwerden noch immer da sind und ihre Beine mittlerweile beachtlich angeschwollen sind, fährt sie der Mann ins Krankenhaus. Die Frau wird in die Notaufnahme gebracht. Die Ärzte sind beim Anblick der Frau erschrocken: ihre Beine sind auf eine so beachtliche Größe angeschwollen, dass sie aus der Jeanshose geschnitten werden muss.

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Jeans 2 Shutterstock 480x, by rpr1admin

Bild: Shutterstock

Das CT bringt Gewissheit

Die behandelnden Mediziner stellen fest, dass sich die junge Frau durch die viel zu enge Jeans Nerven in den Unterschenkeln, durch das ständige in die Hocke gehen, abgedrückt hat. Berührungen an den Füßen nahm sie kaum noch wahr. Ihre Fußgelenke und Zehen konnte sie kaum noch bewegen.

In der Röhre dann die Gewissheit: Durch die Ödeme waren die Muskeln stark geschwollen. Im Fachchargon spricht man vom Kompartmentsydrom: soll heißen, der Druck in einer Muskelloge nimmt so stark zu, dass die Nerven, die Muskeln und häufig auch die Blutgefäße Schaden nehmen. Ist ein Muskel irreparabel geschädigt, setzt der Körper Enzyme frei, die die Nieren schwer schädigen können. Im schlimmsten Fall kommt es zum Organversagen. Die Frau hatte aber Glück im Unglück, die Nierenwerte wiesen keine Auffälligkeiten auf.

Bei der genauen Untersuchung der Nerven entdecken die Ärzte, dass die Nerven in der Kniekehle am Köpfchen des Wadenbeins blockiert worden waren.

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Frau Shutterstock 480x, by rpr1admin

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"Tragen Sie keine Skinny Jeans,
wenn Sie längere Zeit knien oder hocken."

In der aktuellen Ausgabe des "Journal of Neurology, Neurosurgery and Psychiatry"berichten die behandelnden Ärzte über den mehr als skurrilen Fall. "Wir waren überrascht und schockiert, dass jemand schwere Nerven- und Muskelschäden von der Tätigkeit davontragen kann, die sie beschrieben hat." Außerdem warnen die Mediziner in ihrem Bericht: "Tragen Sie keine Skinny Jeans, wenn Sie längere Zeit knien oder hocken."

Die Australierin musste einige Tage zur Beobachtung im Krankenhaus bleiben. Ein paar Infusionen und etwas Ruhe später und sie war wieder putzmunter. Sie konnte die Klinik ohne Gehhilfe verlassen und hatte quasi Glück im Unglück.

 


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Jeans 3 Shutterstock 480x, by rpr1admin

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