Polizei beschlagnahmt hunderte Mützen

Bei einer Razzia stellte die Polizei Pelzmützen sicher, die offenbar nicht aus Kunst- sondern Hundefellen gefertigt wurden...

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Bild: Youtube / N-F-G

Razzia in Berlin

Kunstpelz entpuppt sich als Hundefell

Mit unseren vierbeinigen Freunden wird immer wieder versucht ein profitables Geschäft zu machen. Erst im Oktober berichteten wir von der sogenannten Hunde-Mafia. Hierbei handelt es sich um unseriöse Züchter, die todkranke Welpen an den Mann bringen wollen und das für einen Bruchteil des normalen Zuchtpreises. Die Tiere kommen vor allem aus Ost- und Südeuropa zu uns, sind unterernährt, krank und werden für den Transport mit Antibiotika ruhig gestellt. Die meisten von ihnen sterben kurz nach dem Verkauf.

>>Hier geht´s zum Bericht<<

Sie werden bei lebendigem Leibe gehäutet

Doch nicht nur mit den Tieren selbst machen profitgierige Händler gute Geschäfte auch mit ihrem Fleisch und ihrem Fell. In China werden pro Jahr etwa zehn Millionen Hunde unter bestialischen Umständen abgeschlachtet. Die Tiere werden nicht nur auf den Straßen eingefangen, sondern auch aus Familien gestohlen. In winzigen Käfigen sind die Vierbeiner dann dazu verdammt, ohne Wasser und Nahrung auszuharren, bis sie bei lebendigem Leib gehäutet werden.

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Bild: Twitter / Die Welt

Um das Einfuhrverbot zu umgehen, wird einfach falsch etikettiert

Seit 2008 gibt es in Deutschland ein Verbot  zur Einführung von Hundefellen. Wie einfach Händler dies umgehen, zeigt eine Razzia in Berlin. Hier wurden auf dem Alexanderplatz vor kurzem offenbar hunderte Pelzmützen sichergestellt, die nicht wie angegeben aus Kunstfell, sondern aus Hundefell gefertigt sein sollen. Vor allem bei Straßenhändlern wurden die Mützen unwissenden Kunden angeboten - klar ausgewiesen als Kunstfellprodukte. Laut n-tv erhielt die Polizei den entscheidenden Tipp vom Tierschützer Stefan Klippstein. Im Interview erklärte er auch, dass es sich vor allem um Hunde und nicht um Wildtiere handle, die wegen ihrem Fell gejagt und getötet werden. Experten werten momentan die beschlagnahmte Ware aus, sind sich aber bereits sehr sicher, dass es sich um Hundefell handle. Um das Einfuhrverbot zu umgehen, zeichnen die Händler einfach die Felle als Kaninchen, Waschbär oder eben als Kunstfelle aus.

>>Hier geht´s zum Video-Bericht von n-tv<<

Um sich als Verbraucher vor einem Fehlkauf zu schützen, sollte man sich einen Pelz immer genau unter die Lupe nehmen. Erkennbar ist Kunstfell vor allem an seiner Gewebestruktur, in der die Haare eingearbeitet sind. Ist der Ansatz jedoch aus Leder, kann man davon ausgehen, dass es sich um echten Pelz handelt. 

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