Pestizide werden aus Regalen verbannt

Deutsche Baumärkte wollen ein Zeichen setzen...

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Bild: Lipskiy / Shutterstock.com

 

Deutsche Baumärkte setzten ein Zeichen

Pestizide werden aus Regalen verbannt

Deutsche Baumärkte wollen ein Zeichen setzen: Die Internationale Krebsforschungsagentur (IARC) der Weltgesundheitsagentur (WHO) hat das Pflanzengift „Glyphosat“ als „wahrscheinlich krebserregend“ eingruppiert.

6000 Tonnen Pestizide pro Jahr

Es ist das mit Abstand meistverkaufte Pestizid der Welt. Landwirte spritzen den Giftstoff vor der Aussaat und oft auch vor der Ernte auf die Felder. Alleine in Deutschland kommen 6000 Tonnen pro Jahr zum Einsatz. In einigen Ländern wie Sri Lanka, Mexiko oder Niederlande ist das Pestizid bereits verboten. Teilweise sind auch strengere Vorschriften geplant. "Es ist unverantwortlich, Glyphosat weiter als unbedenklich einzustufen", so Thomas Brückmann, Pestizidexperte des BUND. Er fordert die Neubewertung von Glyphosat.  

Baumärkte verbannen Gift aus den Regalen

Bevor es überhaupt zum Verbot in Deutschland kommt, haben einige deutsche Baumärkte jetzt schon die Konsequenzen gezogen: Bauhaus, Globus, Hornbach, Obi und Toom wollen laut einer Greenpeace-Umfrage das umstrittene Pestizid aus dem Sortiment nehmen. Ein Schritt in die richtige Richtung, so die Bewertung der Aktion von Greenpeace. "Die Bau- und Gartenmärkte müssen dieses Problem weiter konsequent angehen und giftige Produkte aus den Regalen grundsätzlich verbannen“, so ein Sprecher von Greenpeace. Auch bienengefährdende Pestizide wollen die Baumärkte aus den Regalen nehmen. Auch das geht aus der Umfrage von Greenpeace hervor.

Wird Glyphosat verboten?

Derzeit beraten sich Experten, ob Glyphosat in der Europäischen Union weiter genehmigt werden soll. Ende 2015 läuft die Zahlungsfrist nach zehn Jahren aus. Die EU-Kommission muss nun entscheiden, ob sie erneuert wird.

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