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"Persönlichste" Traueranzeige aller Zeiten

Der letzte Gruß des Trierers Hubert Martini ist derzeit in aller Munde...

Kzenon
Kzenon, by rpr1admin

Bild: Kzenon/Shutterstock

 

 

Verstorbener verabschiedet sich im Trierer Volksfreund

„Persönlichste“ Traueranzeige aller Zeiten

Der letzte Gruß des Trierers Hubert Martini ist derzeit in aller Munde. Seine selbstverfasste Traueranzeige wurde kürzlich auf dem Onlineportal „Volksfreund.Trauer.de“ veröffentlicht und sorgt bei vielen Lesern gleichermaßen für Entsetzen und Schmunzeln.

Deutliche, letzte Worte

Einige Menschen nehmen sich im Laufe ihres Lebens vor, eine ganz persönliche Trauerrede für sich selbst zu schreiben.  Eine Art letzter, persönlicher Gruß, der bei der eigenen Beerdigung verlesen werden soll.

Viele haben sicherlich insgeheim schon mal darüber nachgedacht, dabei auch kein Blatt vor den Mund zu nehmen und mit dem ein oder anderen abzurechnen. Solche Gedanken in die Tat umzusetzen trauen sich dann allerdings die Wenigsten.

„Ich melde mich hiermit vom Leben ab“

Nicht so der Trierer Hubert Martini! Seine selbstverfasste Traueranzeige, die auf dem Portal „Volksfreund.Trauer.de“ im Internet veröffentlicht wurde, hat es stellenweise ganz schön in sich.

Wörtlich heißt es darin:

Der Weg war das Ziel             Tschüs             Moi, je suis arrivé

Ich,

Hubert Martini
(offen, ehrlich und nachtragend)


geboren am 03.11.1951 in Trier,

gestorben am 24.06.2016 in Trier

melde mich hiermit vom Leben ab.

Ich hatte ein gutes Leben, das aber auch von vielen Krankheiten überschattet war. Die letzte war leider unbesiegbar. (…)

Eigentlich wollte ich jetzt mit Hiltrud noch einige Zeit mehr miteinander verbringen, aber das klappt ja jetzt nicht mehr. Nun denn, trotz allem ein gutes Leben. Bedanken möchte ich mich bei den wenigen Freunden, die mich auf meiner Wegstrecke immer wieder ein Stück begleitet haben. (…) Viele sind es ja nicht…

Dank auch an meinen türkischen Freund Mustafa – die Einblicke in seine (mir in Teilen wohl immer fremd gebliebene) Familienkultur waren nicht immer schmerzfrei für mich. Aber er war ehrlich zu mir. Und Offenheit und Ehrlichkeit waren mit immer sehr wichtig. Manchen habe ich damit wehgetan – und das war gut so. (…)

Ein Wort zuletzt: Ich war überzeugter Atheist, ich bin es geblieben!

Also auf der Verabschiedungsfeier keine Trauerkleidung, keine Kreuze oder sonstige offene oder versteckte religiöse Symbole. Als Blumen, wenn überhaupt, bitte nur gelbe oder orange Lilien ohne starken Geruch.

Den anderen 5 Kindern meiner Eltern und deren Partnern und Nachkommen verbiete ich die Teilnahme an dieser Feier. Ihr seid alle ausgeladen!

Hubert Martini

>> Hier geht’s zur kompletten Anzeige

Ehrlicher hätte man sich wohl nicht verabschieden können!

Quelle:  Volksfreund.Trauer.de

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