Mitarbeiter werfen Lidl Einschüchterung vor

Der Discounter Lidl war aufgrund seiner Produkte schon einige Male in den Schlagzeilen...

Lidl 480
Lidl 480, by rpr1admin

Bild: Tomasz Bidermann / Shutterstock.com

 

Es ist eine "Kultur der Angst"

Mitarbeiter werfen Discounter Lidl

systematische Einschüchterung vor

Der Discounter Lidl war aufgrund seiner Produkte schon einige Male in den Schlagzeilen. Qualität zu gutem Preis, so lockt der Discounter die Kunden in den Markt. Nun häufen sich aber die Vorwürfe auch in Bezug auf Mitarbeiterführung. Lidl soll durch die systematische Einschüchterung der Mitarbeiter die Bildung von Betriebsräten verhindern.

„Kultur der Angst“

Immer wieder werden Vorwürfe gegen das Unternehmen laut, die mit schlechten Arbeitsbedingungen zu tun haben. Mitarbeiter äußerten sich nun zum ersten Mal in einem Fernsehbeitrag über die Missstände bei Lidl.  

In dem Bericht klagen einige Angestellte, dass Lidl-Mitarbeiter in Einzelgesprächen systematisch eingeschüchtert würden. Es herrsche eine „Kultur der Angst“, so ein Mitarbeiter. „Wenn die Stimme zu zittern anfängt oder wirklich zu wackeln, dann merken Sie, dass ein Mitarbeiter gegenüber seinem Vorgesetzten extrem eingeschüchtert wird."

Durch diese Methode soll das Unternehmen die Bildung von Betriebsräten verhindern wollen. Nur wenige der 3200 Filialen in Deutschland haben einen Betriebsrat.

Mitarbeiter packen jetzt aus

Ein Lidl-Mitarbeiter zitiert seinen Chef  in einem Mitarbeitergespräch. Dort sagte er zu ihm: „Wenn Sie sich für einen Betriebsrat einsetzen, haben Sie keine Zukunft mehr in unserem Unternehmen."

Mit diesem Vorwurf konfrontiert, äußerte sich der Discounter in einem schriftlichen Statement gegenüber der Huffington Post: „Der persönliche Erfolg und die Zufriedenheit der Mitarbeiter ist uns (…) ein wichtiges Anliegen, das wir (…) permanent verbessern wollen. Dabei entscheiden unsere Mitarbeiter selbst, ob es eines Betriebsrates bedarf oder nicht.“ Lidl selbst sei "nicht gegen die Gründung von Betriebsräten", so das Unternehmen. 

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