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„Ich erkläre hiermit folgendes…“

Ein Statusbeitrag auf Facebook, der in ähnlicher Form bereits 2013 kursierte...

Facebook Gil C St 480
Facebook Gil C St 480, by rpr1admin

Bild: Gil C / Shutterstock.com

 

„Ich erkläre hiermit folgendes…“

Kann man mit diesem Trick den Facebook-Nutzungsbedingungen widersprechen?

Ein Statusbeitrag auf Facebook, der in ähnlicher Form bereits 2013 kursierte, wird zurzeit in leicht geänderter Form erneut im sozialen Netzwerk verbreitet. Wie bereits vor zwei Jahren geht es darum den neue Nutzungsbedingungen von Facebook zu „Widersprechen“. Was es damit auf sich hat, erklären wir in diesem Bericht.

Wie kann ich den Facebook-Nutzungsbedingungen widersprechen?

Wie die Online-Plattform mimikama.at berichtet, geht es um folgende Meldung, die gerade wieder in den sozialen Netzwerken kursiert:

Facebook Aenderung
Facebook Aenderung, by rpr1admin

Bild: Facebook Screenshot

 

Wörtlich heißt es da:

„Ich erkläre hiermit folgendes: heute xy Dezember 2015, in Reaktion auf die neuen Facebook Richtlinien. Gemäß den Artikeln l. 111, 112 und 113 des Strafgesetzbuchs, geistiges Eigentum, erkläre ich, dass meine Rechte sind an alle meine persönlichen Daten, Zeichnungen, Bilder, Bilder, Texte etc… Veröffentlicht auf meinem Profil ab dem Tag, an dem ich mein Konto erstellt habe. Für kommerzielle Nutzung von früheren… Zu allen Zeiten wird zuerst meine schriftliche Genehmigung erforderlich sein.
Jeder kann diesen Text kopieren und einfügen in Ihrem persönlichen Facebook-Seite. Damit bist du unter dem Urheberrecht. Mit diesem Post lässt du Facebook wissen, dass das veröffentlichen, vervielfältigen, verbreiten, senden, oder auf irgendeine andere Weise Content aus meinem Profil streng verboten ist. Die oben genannten Artikel sind auch für Arbeitnehmer, Studenten, Agenten und / oder — Anderes Personal im Dienst von Facebook.
Der Inhalt von meinem Profil enthält private Informationen. Die Verletzung von meinem Privatleben bestraft wird unter Berücksichtigung des Gesetzes (UCC 1-308 1-308 1-103 und das Statut von Rom). Alle Mitglieder sind eingeladen, einen ähnlichen Beitrag zu setzen, oder wenn du willst, kannst du diese Nachricht kopieren und einfügen. Wenn sie diese Erklärung nicht mindestens einmal veröffentlicht, wirst du stillschweigend zulassen, dass deine Fotos, sowie die Informationen in ihrem Profil verwendet werden dürfen. (nicht teilen. Du musst kopieren und einfügen)“

Funktioniert der Trick wirklich?

Auch wenn es plausibel klingt, solche selbst verfassten Statusbeiträge entbinden einen Facebook-Nutzer nicht von den Nutzungsbedingungen und Datenverwendungsrichtlinen, die man mit der Anmeldung auf Facebook akzeptiert hat. Das Teilen eines solchen Beitrags ist also absolut wirkungslos. Das Kuriose ist ebenfalls: Im Dezember gibt es nicht einmal neue Facebook-Richtlinien. Trotzdem häufen sich die scheinbaren Widersprüche auf der sozialen Plattform. Unter http://www.facebook.com/legal/terms sind die aktuellen Richtlinien einsehbar. Unter Punkt 13.3 heißt es hier: „Deine weitere Nutzung der Facebook-Dienste nach der Bekanntgabe von Änderungen an unseren Bedingungen bzw. Richtlinien bedeutet gleichzeitig dein Akzeptieren unserer geänderten Bedingungen bzw. Richtlinien.“

Für uns Nutzer bedeutet das: Nutzt man das soziale Netzwerk nach Änderung von Facebook-Richtlinien weiter, akzeptiert man diese automatisch. Ist man damit nicht einverstanden, darf man Facebook nicht mehr nutzen. Am allerbesten ist jedoch immer die Kontrolle über die eigenen Inhalte zu haben und die Privateinstellungen zu beachten.

Man darf eben nicht alles glauben

Alles in allem sollte man die selbst geposteten Widersprüche nicht ernst nehmen. In Anlehnung hieran verfasste die Online-Plattform mimikama.at eine Grafik, die auch gerne geteilt werden kann. Man darf eben nicht alles glauben, was im Internet kursiert.


 

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