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Hohes Infektionsrisiko durch Hochwasser

Durch das Hochwasser wächst nun das Infektionsrisiko in den überschwemmten Gebieten. Das muss beachtet werden.

Shcherbinator
Shcherbinator, by rpr1admin

Bild: Shcherbinator / Shutterstock

 

Warnung nach Überschwemmungen

Hohes Infektionsrisiko durch Hochwasser

Vollgelaufene Keller, zerstörte Häuser und Autos, überschwemmte Gärten und Straßen: Obwohl der Starkregen der vergangenen Tage langsam nachlässt, hat er das Leben in den Hochwassergebieten noch immer im Griff.

"Hygienische Probleme"

Zu beachten ist, dass Hochwasser nicht nur aus Dreck, Regen- und Flusswasser besteht. Es enthält Toilettenabwässer der überlaufenden Kanalisationen und weitere gefährliche Stoffe, etwa aus Mülltonnen.

"Hygienische Probleme ergeben sich vor allem, wenn Bewohner bei den Aufräumarbeiten intensiven Kontakt mit fäkal-kontaminiertem Wasser und Schlamm haben", erklärt Dr. Wiete Schramm, Arbeitsmedizinerin bei TÜV Rheinland. "Beides kann bestimmte Erreger übertragen, die Magen-Darm-Erkrankungen oder Hepatitis A begünstigen."

Tetanus-Impfung überprüfen

Besonders bei Arbeiten in Überschwemmungsgebieten besteht eine erhöhte Verletzungsgefahr. Herumliegende Glasstücke, scharfkantiges Metall, zerborstenes Holz oder scharfe Steine können schnell Schnittwunden verursachen.

Deshalb gilt für alle Helfer: Selbst bei kleinsten Verletzungen unbedingt den aktuellen Tetanus-Impfschutz überprüfen und mit dem Hausarzt sprechen, ob eine sofortige Impfung erforderlich ist.

Infektionsrisiko minimieren

Noch besser ist es, wenn erst gar keine Infektion zustande kommt. "Das funktioniert am besten, wenn jeder beim Aufräumen Handschuhe, Gummistiefel und wasserabweisende Kleidung trägt", rät die Gesundheitsexpertin. Auf diese Weise lassen sich auch verletzte Hautstellen vor dreckigem Wasser schützen. Wer sich vor dem Essen, Trinken und Rauchen die Hände gründlich mit sauberem Wasser wäscht, vermindert ebenfalls das Risiko einer fäkal-oral übertragbaren Krankheit.

Anders verhält es sich mit Obst und Gemüse aus überschwemmten Gärten sowie mit anderen, mit dem Hochwasser in Berührung gekommenen Lebensmitteln. Sie eignen sich selbst nach gründlichem Abwaschen nicht mehr zum Verzehr und sollten entsorgt werden.

Auf Mückenschutz achten

Überflutete Wiesen, Äcker und große Pfützen bieten perfekte Brutstätten für Mücken. In den kommenden Wochen muss daher in den Überschwemmungsgebieten mit einem vermehrten Aufkommen von Stechmücken gerechnet werden. Helfer und Anwohner in den betroffenen Gebieten sollten auf ausreichenden Mückenschutz achten.

 

Weitere Informationen enthält das Informationsblatt
"Vorsichtsmaßnahmen zur Vermeidung von Infektionsrisiken in den Überschwemmungsgebieten"

Quelle: Presseportal.de

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