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Flüchtlingsproblematik in der kalten Jahreszeit

Es ist immernoch unklar, wo all die Hilfesuchenden über die Wintermonate Schutz finden sollen...

Shutterstock 268764428 Thomas Koch
Shutterstock 268764428 Thomas Koch, by rpr1admin

Bild: shutterstock.com / Thomas Koch

Flüchtlingsproblematik
Wohin sollen die Asylsuchenden über den Winter

 

Bislang sind 573.00 Flüchtlinge in Deutschland registriert worden. Die Dunkelziffer ist unbekannt. Laut Prognosen soll schätzungsweiße bis Ende des Jahres die Zahl auf 1,5 Millionen Menschen ansteigen. Die Bundesregierung dementiert diese Annahme, sie sei nicht repräsentativ sagte ein Sprecher von Innenminister Thomas de Maizière. "Wir gehen noch davon aus, dass die Wintermonate dazu führen werden, dass sich der Migrationsdruck verringern wird."

Was aber wenn nicht?

Denn in den nicht näher benannten Behördenpapieren, die von der Bildzeitung am Montag als Quelle der geschätzen Zahlen angegeben wird, heißt es weiter: der „Migrationsdruck“ werde weiter zunehmen. Es werden im vierten Quartal mit 6.000 bis 10.000 „illegalen Grenzübertritten“ pro Tag gerechnet und dieser Ansturm wird eine enorme Belastung für Länder und Kommunen werden. Wird dazu noch die Zahl des Familiennachzugs anerkannter Asylbewerber gerechnet, wird es zu einem Zusammenbruch der Versorgung kommen. Bereits jetzt ist unklar, wo all die Hilfesuchenden über die Wintermonate Schutz finden sollen?

Zwangsräumung und Besschlagnahmung

Die Folge, viele Städte in Deutschland sind durch die enorm steigenden Flüchtlingszahlen überfordert und stehen unter dem Druck schnell Lösungen zu finden. Dies trifft vor allem Mieter, städtischer Wohnungen. Sie müssen sich darauf gefasst machen, den Asylbewerbern zu weichen. Bereits zahlreiche Fälle darunter in Hamburg und nähe Freiburg beweisen - Eigenbedarf: Flüchtlingsunterkunft, ist ein regelkonformer Kündigungsgrund.

Aber nicht nur Mieter sind in Gefahr ihren gewohnten Lebensraum zu verlieren, auch werden von Städten leerstehende Gewerbeimmobilien für Flüchtlinge beschlagnahmt – und dass auch gegen den Willen der Besitzer. Ob das zu einer zufriedenstellenden Lösung führt kann definitiv bezweifelt werden.

Jugendherbergen, Traglufthallen und Kasernen

Als weiteren Ansatz das Problem in den Griff zu bekommen, bieten bisher Jugendherbergen aus fünf Bundesländer, Nordrhein-Westfalen, Bayern, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Bremen, ab Oktober und November insgesamt rund 3800 Flüchtlingen vorübergehend eine Unterkunft.

Eine weitere Möglichkeit stellen Traglufthallen dar, diese funktionieren nach dem Prinzip einer Hüpfburg und werden ständig mit Luft befüllt. Eine Halle bietet Wohnraum für etwa 300 Flüchtlinge und ist zudem Wind- und Wetterfest. In Berlin wurde bereits letztes Jahr das Prinzip der Traglufthalle erprobt, als für Wohnungslose über die Wintermonate ein Schlafplatz bereitgestellt wurde.

Durch ein sogenanntes „Beschleunigungsgesetz“ will der Bund außerdem Gebäude schneller einem nötigen Umbau unterziehen. Es sollen dadurch bundesweite Standards abgesenkt werden um zum Beispiel leerstehende Kasernen schneller Wohntauglich zu machen.

Die Regierung sucht zudem weitere Lösungswege für eine menschenwürdige Unterbringung über die kalte Jahreszeit. Als Notfallplan für den Übergang steht im Raum, Stadt- und Sporthallen umzufunktionieren um dort noch mehr Flüchtlinge unterbringen zu können.

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