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Eltern haften für ihre Kinder!

Ein Fenster geht zu Bruch, der Sprössling schießt den Gartenzwerg vom Nachbarn ab. Wer zahlt?

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Kind Header Shutterstock, by rpr1admin


Wann wird es teuer?

Eltern haften nicht immer für ihre Kinder

Wir lieben es, wenn unsere Kinder draussen rumtoben und wilde Kinderdinge tun! Was passiert allerdings, wenn die lieben Kleinen dabei etwas zerdeppern? Ein Fenster geht zu Bruch, der Sprössling schießt den Gartenzwerg vom Nachbarn ab oder das Spielzeug eines anderen Kindes fällt herunter und geht kaputt.    

Da ist die Rechtslage klar:
Sind die Kleinen jünger als sieben Jahre und machen etwas kaputt, hat der Geschädigte einfach Pech. Laut Gesetz sind Kinder unter sieben Jahren deliktunfähig und sie können nicht für von ihnen verursachte Schäden belangt werden. Egal, was ein Kind vor seinem siebten Geburtstag anstellt, es kann dafür nicht zur Rechenschaft gezogen werden. Mit diesem Paragraphen schützt der Gesetzgeber kleine Kinder vor jedweder Schadensersatzforderung. Das bedeutet für alle Geschädigten auf der anderen Seite, dass sie den Schaden nicht erstattet bekommen.

Scheibe kaputt – Taschengeld weg!

Sind die Kinder älter, haften die Kinder selbst. Das heißt, sie müssten unter bestimmten Vorraussetzungen den Schaden ausgleichen, im Zweifel wenn sie eigenes Geld verdienen.

Aber unter ganz bestimmten Voraussetzungen haften auch Eltern. Wenn sie erstens eine Aufsichtspflicht gegenüber ihren Kindern verletzt haben und diese Aufsichtspflichtverletzung  zweitens zu einem Schaden bei einem anderen geführt hat. So steht es in § 832 BGB.

Was steht im Kleingedruckten?

Grundsätzlich zahlt die private Haftpflichtversicherung, egal ob die Eltern für einen Schaden haftbar gemacht werden oder das Kind. Hierbei sollte man aber unbedingt das Kleingedruckte der Haftpflichtversicherung oder Familienversicherung beachten. In den Verträgen steht oft, dass die Versicherung nicht für deliktunfähige Kinder haftet, also Kinder unter sieben Jahren. Die Versicherung muss dann nicht zahlen, wenn das Kind einen Schaden verursacht hat. Das kann für Eltern im schlimmsten Fall den finanziellen Ruin bedeuten.

Deshalb ist es wichtig die Verträge noch einmal zu checken. Einfach bei der Versicherung durchklingeln oder per Mail nachfragen – dann ist man auf der sicheren Seite.

Eltern haften nicht für Downloads der Kinder!

Anders sieht es beim Klau von Daten aus dem Internet aus. Wenn der Nachwuchs illegal Dateien im Internet tauscht, können Eltern nur in Ausnahmefällen dafür belangt werden. Eltern haften nicht für ihre Kinder, wenn sie diese nachdrücklich davor gewarnt haben, sich an Internet-Tauschbörsen zu beteiligen. Es genügt also, wenn die Erziehungsberechtigten das Kind über das Verbot einer rechtswidrigen Teilnahme an Internet-Tauschbörsen belehren. Denn Eltern müssen ihre Kinder über die Rechtslage im Internet aufklären, aber nicht überwachen.

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